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- 14.11.2002 -

 

 

 

 


 

Spanien: Mehr Regen an der Mittelmeerküste

Die Chancen, vor dem schmuddeligen Herbstwetter in den Süden zu fliehen, stehen schlecht – zumindest, wenn man an der spanischen Mittelmeerküste Zuflucht sucht. Dort ist das Wetter in den letzten Jahrzehnten immer regnerischer geworden.

(jkm) - Dies hat jetzt Clare Goodess von der britischen University of East Anglia nachgewiesen. Die Klimaforscherin der dortigen Climatic Research Unit wertete die spanischen Niederschläge von 1958 bis 1997 aus. Dabei zeigten sich zwei gegensätzliche Tendenzen: Einerseits nahm in weiten Teilen Spaniens die Trockenheit zu, andererseits fiel insgesamt deutlich mehr Regen.

Die Regenfälle konzentrieren sich aber offenbar auf den Mittelmeerraum: "An der Costa del Sol und der Costa Blanca gibt es mehr nasse Tage, vor allem im Herbst nimmt die Zahl starker Niederschläge zu", fasst Goodess ihre Erkenntnisse zusammen. Sie hat schlechte Nachrichten für ihre britischen Landsleute: Deren favorisierte Urlaubszentren Marbella, Torremolinos und Benidorm sind besonders betroffen.

Der verregnete Urlaub ist allerdings das kleinere Problem des Wetterwandels. Die Trockenheit im Landesinneren bedroht Landwirtschaft und Wasserversorgung; im Nordwesten Spaniens fällt nur noch halb soviel Regen wie vor 50 Jahren. Gleichzeitig stehen den Küstenstädten Überschwemmungen bevor, weil sich dort die Niederschläge verdoppelt haben.

Die Forscherin Goodess hat als Ursache geänderte Luftströmungen über Spanien ausgemacht. Demnach kommt der Wind immer öfter aus östlichen und südöstlichen Richtungen. Das treibt feuchte Luft vom warmen Mittelmeer auf die spanische Küste zu, an der sich die Wolken abregnen. Warum die Winde ihre Richtung geändert haben, ist noch unklar. Goodess wird ihre Arbeit in der kommenden Ausgabe des "International Journal of Climatology" vorestellen.

 

 Mehr Informationen:

University of East Anglia: Climate Research Unit: Clare Goodess
 

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