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- 04.11.2002 -

 

 


 

Ministerium: Acrylamid in Lebensmitteln ein ernstes Problem

Das Bundesverbraucherministerium hält das Krebs erregende Gift Acrylamid in Lebensmitteln für ein «sehr ernstes» Problem. Der Stoff kann zum Beispiel in Kartoffelchips, Keksen oder Brot enthalten sein.

Berlin (dpa) - «Das ist ein großes Problem, dem man nachgehen muss», sagte eine Sprecherin. Seit Ende August laufe bundesweit ein Acrylamid-Minimierungsprogramm. Dabei würden Analyseergebnisse des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin ausgewertet.

Hersteller, deren Produkte die höchsten Acrylamid-Werte (mehr als 1000 Mikrogramm pro Kilogramm) aufwiesen, würden aufgefordert, ihre Herstellungsverfahren zu ändern. In der Forschung wird zudem nach Ministeriumsangaben untersucht, welche Auswirkungen die Substanz auf den Körper hat, um dann einen endgültigen Grenzwert festlegen zu können, den es bisher noch nicht gibt. Nach einem Bericht der «Bild»- Zeitung (Samstag) schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung das giftige Acrylamid als das mit Abstand größte Problem der letzten Jahre ein.

Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums wird gemeinsam mit den Produzenten nach Maßnahmen gesucht, um den Acrylamid-Gehalt in Lebensmitteln abzusenken. Es gebe aber noch einen hohen Forschungsbedarf. Daher seien die Studien zu dem Thema intensiviert worden. Acrylamid war in hohen Konzentrationen in Lebensmitteln wie Pommes frites, Kartoffelchips, Keksen und Brot entdeckt worden. Es bildet sich vor allem beim starken Erhitzen von Kartoffeln und Mehl. Verbrauchern wird empfohlen, beim Frittieren nicht zu hohe Temperaturen zu wählen und beim Braten statt Öl Margarine zu verwenden.

Nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gibt es keinen Grund zur Panik: «Bei einer ausgewogenen Ernährung bestehen auch keine Gesundheitsrisiken», sagte der Präsident des Amtes, Eberhard Haunhorst.

 

 Mehr Informationen:

Acrylamid-Forum

Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (PDF)

ÖKO-TEST

vista verde: Ernährung

 

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