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Ministerium:
Acrylamid in Lebensmitteln ein ernstes Problem
Das Bundesverbraucherministerium
hält das Krebs erregende Gift Acrylamid in Lebensmitteln
für ein «sehr ernstes» Problem. Der Stoff kann
zum Beispiel in Kartoffelchips, Keksen oder Brot enthalten sein.
Berlin (dpa) - «Das ist
ein großes Problem, dem man nachgehen muss», sagte
eine Sprecherin. Seit Ende August laufe bundesweit ein Acrylamid-Minimierungsprogramm.
Dabei würden Analyseergebnisse des Bundesinstituts für
gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin ausgewertet.
Hersteller, deren Produkte die
höchsten Acrylamid-Werte (mehr als 1000 Mikrogramm pro Kilogramm)
aufwiesen, würden aufgefordert, ihre Herstellungsverfahren
zu ändern. In der Forschung wird zudem nach Ministeriumsangaben
untersucht, welche Auswirkungen die Substanz auf den Körper
hat, um dann einen endgültigen Grenzwert festlegen zu können,
den es bisher noch nicht gibt. Nach einem Bericht der «Bild»-
Zeitung (Samstag) schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung
das giftige Acrylamid als das mit Abstand größte Problem
der letzten Jahre ein.
Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums
wird gemeinsam mit den Produzenten nach Maßnahmen gesucht,
um den Acrylamid-Gehalt in Lebensmitteln abzusenken. Es gebe aber
noch einen hohen Forschungsbedarf. Daher seien die Studien zu
dem Thema intensiviert worden. Acrylamid war in hohen Konzentrationen
in Lebensmitteln wie Pommes frites, Kartoffelchips, Keksen und
Brot entdeckt worden. Es bildet sich vor allem beim starken Erhitzen
von Kartoffeln und Mehl. Verbrauchern wird empfohlen, beim Frittieren
nicht zu hohe Temperaturen zu wählen und beim Braten statt
Öl Margarine zu verwenden.
Nach Angaben des Niedersächsischen
Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
gibt es keinen Grund zur Panik: «Bei einer ausgewogenen
Ernährung bestehen auch keine Gesundheitsrisiken»,
sagte der Präsident des Amtes, Eberhard Haunhorst.
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