|
WHO: Weltgesundheitsbericht vorgestellt
Unterernährung ist weltweit
die häufigste Ursache für Krankheiten. Auf dem zweiten
Platz rangiert unsicherer Sex, danach folgt hoher Blutdruck, berichtet
eine internationale Forschergruppe in einer Studie für die
Weltgesundheitsorganisation WHO.
(jkm) - Christopher Murray von
der WHO in Genf und seine Kollegen fassten für die gesamte
Welt die 26 häufigsten Gesundheitsrisiken zusammen. Menschen
in den ärmsten Regionen der Welt tragen die höchsten
Risiken wie Unterernährung, unsauberes Wasser oder mangelnde
Hygiene, aber auch verqualmte Wohnräume durch Herd und Ofen.
In den wohlhabenden Regionen der Erde stellt dagegen Tabak das
höchste Gesundheitsrisiko dar, gefolgt von Bluthochdruck
und Alkohol.
Die Autoren fanden auch starke
regionale Unterschiede für einzelne Gesundheitsrisiken. So
liegen die Gesundheitsgefahren durch den Zimmerbrand weltweit
gesehen auf Platz 8, während dagegen die Luftverschmutzung
in den Städten nicht unter den ersten 20 Plätzen liegt.
In China stellt die Luftverschmutzung durch die Kohleindustrie
dagegen ein ebenso gravierendes Problem dar wie verschmutztes
Wasser und mangelhafte Hygiene, fanden Murray und seine Kollegen.
Nicht alle Basisdaten der Studie,
die in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht
wird, sind gesichert. Die Forscher haben öffentlich zugängliche
Daten aus den einzelnen Ländern ausgewertet, die je nach
Gesundheitsverständnis unterschiedlich erhoben werden. Fehlten
Daten wie etwa im Falle des Alkoholkonsums, waren die Forscher
auf Schätzungen angewiesen. Zwar sei die jetzige Studie schon
wesentlich genauer als die letzte aus dem Jahr 1990, weltweit
müssten aber genauere und standardisierte Daten zur Gesundheit
erhoben werden.
|