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Naturkatastrophen: Versicherer
warnen vor Kosten des Klimawandels
Angesichts des Klimawandels
haben Versicherer vor hohen Schäden durch Naturkatastrophen
in kommenden Jahrzehnten gewarnt.
(jkm) - Im Jahr 2002 könnten
meist wetterbedingte Naturkatastrophen Schäden in Höhe
von 70 Milliarden Euro verursachen. Entsprechende Zahlen präsentierten
Experten der Münchener Rück auf der Klimakonferenz der
Vereinten Nationen in Neu Delhi. Die extremen Ereignisse seien
deutliche Zeichen der sich beschleunigenden globalen Erwärmung
und ihrer Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft.
Rekordregenfälle, Überflutungen,
Wirbelstürme und Erdrutsche haben allein bis Anfang September
diesen Jahres Schäden von etwa 56 Milliarden Euro verursacht,
so Thomas Loster von der Rückversicherungsgesellschaft. Die
Firma sammelt seit den 70er-Jahren Daten über Naturkatastrophen
und deren Kosten.
"Bislang gab es in diesem
Jahr über 500 große Naturkatastrophen", so der
Experte. "Viele der registrierten atmosphärischen Ereignisse
waren extrem." So hätten die Regenintensitäten
die höchsten jemals von Meteorologen und Klimaforschern ermittelten
Werte erreicht. Folge solcher Ereignisse seien beispielsweise
die Überflutungen in Süd- und Mittelamerika, in Spanien,
Frankreich und in Deutschland gewesen.
Bei bislang 526 Naturkatastrophen
seien über 9.400 Menschen ums Leben gekommen, Hunderttausende
hätten das Dach über dem Kopf verloren und Millionen
hätten auf andere Art und Weise die Auswirkungen zu spüren
bekommen.
Auch für die Wirtschaft seien
die Folgen beträchtlich: Allein die Überschwemmungen
im August in Europa hätten Versicherungsverluste zwischen
zwei und fünf Milliarden Euro verursacht, so Loster. Insgesamt
beliefen sich die Verluste bislang auf über neun Milliarden
Euro.
"Die Industrienationen müssen
alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um ihre Treibhausgas-Emissionen
zu verringern", so Klaus Töpfer, der Direktor des Umweltprogramms
der Vereinten Nationen. Der erste Schritt dazu sei es, das Kyoto-Protokoll
zu ratifizieren und in Kraft treten zu lassen.
"Darüber hinaus müssen
wir gleichzeitig den ärmeren Teilen der Welt helfen, sich
anzupassen und mit den unsteten und extremen Umweltbedingungen
umzugehen, wie sie in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich
auftreten werden."
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