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Gentechnik: Menschen-Gen im Sperma soll
Schweine zu Organspendern machen
Mit genetisch verändertem
Schweinesperma haben italienische Forscher Tiere gezüchtet,
deren Organe nicht so leicht vom Menschen abgestoßen werden
sollen.
Washington (dpa) - Die Forscher
schleusten ein menschliches Gen in die Samenzellen ein. Sie nutzten
dabei deren Fähigkeit, fremde Erbsubstanz aufzunehmen. Das
berichten die Wissenschaftler um Marialuisa Lavitrano von der
Universität Mailand in der US-Fachzeitschrift «Proceedings
of the National Academy of Sciences» (DOI: 10.1073/pnas.222550299).
Die Forscher wollen damit die Entwicklung tierischer Organspender
für den Menschen voranbringen.
In einer Nährlösung
brachten die Forscher frisches Schweinesperma in Kontakt mit dem
menschlichen hDAF-Gen, welches beim Menschen die Immunreaktion
und somit die Abstoßung implantierter Organe blockieren
kann. Von insgesamt 93 auf diese Weise erzeugten Ferkeln hatten
57 Prozent das hDAF-Gen.
Bisher wurden fremde Gene meist
mit einer Mikroinjektion übertragen, bei der das Erbgut mit
Hilfe einer Kanüle in eine befruchtete Eizelle gespritzt
wird - mit einer Erfolgsquote von 4 Prozent ein vergleichsweise
ineffizientes Verfahren, urteilen die Forscher. Die neue Methode
sei besonders preisgünstig, und zudem ließen sich damit
besonders viele Versuchstiere gleichzeitig behandeln.
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