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Greenpeace-Studie: «Giftalarm in
den Hochalpen»
Giftige und schwer abbaubare
Chemikalien gelangen bis in die Hochalpen und belasten selbst
Fische in Hochgebirgsseen. Dies belegt eine neue Studie der Umweltschutzorganisation
Greenpeace.
Hamburg (dpa) - Weltweit seien
dafür erstmals Hochgebirgs-Tiere auf neue Dauergifte - so
genannte POPs (persistent organic pollutants) - untersucht worden,
teilte Greenpeace am Mittwoch in Hamburg mit.
Sogar Fische (Bergsaiblinge)
aus dem 2800 Meter hoch gelegenen Schwarzsee ob Sölden in
den österreichischen Ötztaler Alpen seien erheblich
belastet, erläuterte Chemie-Experte Manfred Krautter. Das
Wasser im See stamme ausschließlich von den benachbarten
Berggipfeln. Schadstoffe gelangten völlig oder überwiegend
über die Atmosphäre in das Gewässer, betonte der
Umweltschützer.
Die neuen Dauergifte wie bromierte
Flammschutzmittel und Chlorparaffine gefährdeten zusammen
mit schon verbotenen Dauergiften wie DDT, Toxaphen und PCBs Tiere
und Quellgebiete für die Trinkwasserversorgung. Die Verseuchung
erreiche die entlegensten Gebiete bis zu den höchsten Berggipfeln.
«Im internationalen Jahr der Berge muss man für die
Alpen Giftalarm geben», meinte Krautter.
Nach Ansicht von Greenpeace kann
nur ein internationales Verbot neuer Dauergifte helfen. Zudem
müsse die EU im Rahmen des neuen Chemikalienrechts eine Zulassungspflicht
für gefährliche Stoffe einführen. Zurzeit müsse
ein neuer Stoff lediglich angemeldet werden.
«Nachdem im letzten Jahr
zwölf alte Dauergifte weltweit verboten wurden, produziert
die Chemiebranche inzwischen neue Stoffe, die ebenso gefährlich
sind», teilte Greenpeace mit. Die neuen Dauergifte seien
Krebs erregend und schädlich für die Fortpflanzung.
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