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Gentechnik: Grüner Speicher für
Arsen
Die Ackerschmalwand könnte
helfen, mit Arsen verseuchte Böden zu reinigen.
(jkm) - Amerikanische Forscher
schleusten zwei Bakterien-Gene in die Arabidopsis thaliana, eine
Verwandte der Kresse, ein. Die manipulierten Pflanzen sind jetzt
in der Lage, zwei- bis dreimal so viel Arsen über die Wurzeln
aufzunehmen und in den Blättern anzureichern wie ihre natürlichen
Verwandten. Das berichten die Forscher in einer Online-Veröffentlichung
in "Nature Biotechnology".
Die beiden eingeschleusten Gene
stammen aus dem Bakterium Escherichia coli. Der Einzeller bildet
mit Hilfe des Erbguts spezielle Enzyme, die ihm beim Verdauen
und Absorbieren von Arsen helfen. Durch den Einbau derartiger
Gene in Pflanzen ließen sich zahlreiche Schwermetalle aus
dem Erdreich ziehen, glauben die Genforscher um Richard B. Meagher
von der University of Georgia. Meagher rechnet vor, dass Arsen-belastete
Böden unter günstigen Bedingungen innerhalb von zwei
bis drei Jahren entseucht werden könnten.
Hohe Arsen-Werte werden häufig
auf den Abraumhalden von Bergwerken gemessen. In einigen Regionen
Indiens und in Bangladesch konzentriert sich außerdem natürliches
Arsen im Grundwasser und vergiftet großflächig Trinkwasserbrunnen.
Weil sich metallische Schadstoffe
wie Arsen, Kadmium, Quecksilber, Kupfer und Zink nicht in ungiftige
Bestandteile zerlegen lassen, müssen sie ausgesondert und
sicher gelagert werden. Mit Hilfe von Pflanzen ließen sich
die Schadstoffe recht einfach "ernten", hoffen die Forscher.
Sie wollen dazu unter anderem Pappeln, Weiden, Gummibäume,
Gräser und Seerosen einsetzen.
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