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- 08.10.2002 -

 

 

 

 


 

Gentechnik: Grüner Speicher für Arsen

Die Ackerschmalwand könnte helfen, mit Arsen verseuchte Böden zu reinigen.

(jkm) - Amerikanische Forscher schleusten zwei Bakterien-Gene in die Arabidopsis thaliana, eine Verwandte der Kresse, ein. Die manipulierten Pflanzen sind jetzt in der Lage, zwei- bis dreimal so viel Arsen über die Wurzeln aufzunehmen und in den Blättern anzureichern wie ihre natürlichen Verwandten. Das berichten die Forscher in einer Online-Veröffentlichung in "Nature Biotechnology".

Die beiden eingeschleusten Gene stammen aus dem Bakterium Escherichia coli. Der Einzeller bildet mit Hilfe des Erbguts spezielle Enzyme, die ihm beim Verdauen und Absorbieren von Arsen helfen. Durch den Einbau derartiger Gene in Pflanzen ließen sich zahlreiche Schwermetalle aus dem Erdreich ziehen, glauben die Genforscher um Richard B. Meagher von der University of Georgia. Meagher rechnet vor, dass Arsen-belastete Böden unter günstigen Bedingungen innerhalb von zwei bis drei Jahren entseucht werden könnten.

Hohe Arsen-Werte werden häufig auf den Abraumhalden von Bergwerken gemessen. In einigen Regionen Indiens und in Bangladesch konzentriert sich außerdem natürliches Arsen im Grundwasser und vergiftet großflächig Trinkwasserbrunnen.

Weil sich metallische Schadstoffe wie Arsen, Kadmium, Quecksilber, Kupfer und Zink nicht in ungiftige Bestandteile zerlegen lassen, müssen sie ausgesondert und sicher gelagert werden. Mit Hilfe von Pflanzen ließen sich die Schadstoffe recht einfach "ernten", hoffen die Forscher. Sie wollen dazu unter anderem Pappeln, Weiden, Gummibäume, Gräser und Seerosen einsetzen.

 

 Mehr Informationen:

Nature Science Update

Umweltlexikon: Arsen

3sat: Arsen bedroht elf Millionen Vietnamesen

Sos-Arsenic Poject

 

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