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Schlaf:
Blaues Licht hilft Alzheimer-Patienten
Alzheimer-Patienten können
besser schlafen, wenn sie abends blauem Licht ausgesetzt waren.
Die Betroffenen schlafen des Nachts besser durch und sind tagsüber
deutlich aktiver, so das das Ergebnis einer Pilotstudie.
(jkm) - Patienten mit der Alzheimerschen
Erkrankung wachen nachts häufig auf und laufen umher, entsprechend
müde sind sie tagsüber. Die Schlafstörungen werden
mit für das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit
verantwortlich gemacht und sind einer der Hauptgründe für
die Einweisung der Patienten in Pflegeheime.
Menschen und Tiere besitzen einen
natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus, der Einfluss auf zahlreiche
Körperfunktionen hat. Beispielsweise sinkt die Körpertemperatur
eines Menschen nachts deutlich ab und trägt so zu einem tiefen
Schlaf bei. Die zentrale Steuerung für den circadianen Rhythmus
liegt in einer Gehirnregion direkt über der Sehnervkreuzung.
Getaktet wird dieser Nucleus suprachiasmaticus wiederum durch
Licht, als besonders wirksam hat sich blaues Licht erwiesen.
Die Architektin Mariana Figueiro
vom Rensselaer Polytechnic Institute in Troy, New York, und ihre
Kollegen wollten daher wissen, ob sich die Schlafstörungen
der Alzheimer-Patienten durch eine Lichtbehandlung lindern lassen.
An jeweils zehn Tagen setzten sie vier Patienten vor dem Schlafengehen
zwei Stunden lang blauem Licht oder - als Kontrolle - rotem Licht
aus.
Die Behandlung mit blauem Licht
zögerte das Absinken der Körpertemperatur hinaus und
verhinderte so, dass die Patienten schon früh am Abend müde
wurden. Ihr circadianer Rhythmus war dadurch besser an den normalen
Wechsel von Tag und Nacht angepasst und sie schliefen nachts besser
durch, berichten die Forscher im Fachblatt "Sleep Review".
Bewegungsmesser an den Handgelenken
von zwei Patienten zeigten zudem, dass diese als Folge der Behandlung
tagsüber deutlich aktiver waren. Figueiro und ihr Team wollen
die Versuche nun mit einer größeren Teilnehmerzahl
wiederholen.
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