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Satellitenbilder zeigen:
Afrikas Wüsten werden grüner
Afrikas Wüsten ziehen
sich zurück. Wie Luftaufnahmen und Satellitenbilder aus der
Region belegen, werden einst trockene Wüstengebiete grüner.
London (dpa) - Mit der Rückkehr
der Vegetation kehren auch die Menschen in ihre Heimat zurück,
die vor der Dürre in die feuchteren Küstenregionen geflohen
waren. Das berichtet das britische Wissenschaftsmagazin «New
Scientist» (Nr. 2361, S. 4) in seiner am kommenden Samstag
erscheinenden Ausgabe. Die Vereinten Nationen gingen derzeit allerdings
davon aus, dass etwa 45 Prozent des afrikanischen Kontinents durch
Wüstenbildung bedroht seien.
In Burkina Faso, einem der trockensten
Länder in Westafrika, seien als Folge des Wüstenschwunds
die Erträge der Bauern in den vergangenen Jahren um etwa
70 Prozent gestiegen, berichtete Chris Reij von der Freien Universität
Amsterdam dem «New Scientist». Auch in der Sahelzone
am südlichen Rand der Sahara hat die Vegetation in den vergangenen
15 Jahren deutlich zugenommen.
Die Pflanzen der Sahelzone entzögen
der Atmosphäre mittlerweile derart große Mengen des
Treibhausgases Kohlendioxid, dass die Region sogar zu einer Abschwächung
der weltweiten Klimaerwärmung beitrage, meint der britische
Forscher Andrew Warren vom Londoner University College.
Auf die Frage, warum die Wüsten
grüner werden, haben die Wissenschaftler noch keine eindeutige
Antwort. Einige glauben, der Vegetationszuwachs sei auf eine Zunahme
der Regenfälle nach den großen Dürren der 70er
und 80er Jahre zurückzuführen.
Zudem verhinderten die Bauern
ein sofortiges Abfließen des Wassers nach den teils heftigen
Regenfällen, indem sie Steinwälle um ihre Felder legten.
Auch die Erosion des Bodens werde auf diese Weise gestoppt.
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