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Massensterben:
Die Tage, an denen die Erde brannte
Vor 65 Millionen Jahren besiegelte
ein Asteroiden-Einschlag das Schicksal der Dinosaurier. Darin
sind sich die meisten Paläontologen einig. Doch wie lief
die Katastrophe genau ab, die der Asteroid auslöste?
(jkm) - Als sicher gilt, dass
der Einschlag auf der heutigen mexikanischen Halbinsel Yucatan
erfolgte und riesige Brände auslöste. Vom Einschlag
zeugt noch heute der etwa 180 Kilometer große Chicxulub-Krater.
David A. Kring von der University
of Arizona und Daniel D. Durda vom Southwest Research Institute
haben die Feuerkatastrophe jetzt in einer Computer-Simulation
nachvollzogen. Im "Journal of Geophysical Research - Planets"
schreiben die Forscher, dass die Brände wie in einer Kettenreaktion
um die Erde gelaufen sein müssen.
Innerhalb von wenigen Tagen sollen
sich die Feuer vom südlichen Zipfel des (heutigen) nordamerikanischen
Kontinents über den indischen Subkontinent und die äquatorialen
Regionen ausgedehnt haben. Das nördliche Asien, Europa, Antarktika
und weite Teile Australiens könnten dagegen verschont geblieben
sein. Trotzdem wurden über 75 Prozent aller Pflanzen und
Tiere ausgelöscht, schätzen die Forscher.
"Die Feuer entstanden, nachdem
Schutt und Trümmer aus dem Krater in die Atmosphäre
hoch geschleudert wurden, und dann über eine Zeitraum von
vier Tagen auf den Boden zurück regneten", vermutet
David Kring. "Wie unzählige Meteore heizten die Trümmerteile
die Atmosphäre auf und die Oberflächentemperaturen stiegen
so stark, dass sich die Vegetation selbst entzündete."
Der Simulation zufolge fiel ein
Viertel der Trümmer innerhalb von zwei Stunden auf die Erde,
nach acht Stunden waren es bereits 55 Prozent. Es könnte
vier Tage gedauert haben, bis die letzten Brocken wieder auf den
Boden gesunken waren. Die Erdrotation habe dafür gesorgt,
dass der Einschlag kein regionales Ereignis geblieben sei und
habe die Brände in westliche Richtung wachsen lassen, sagen
Kring und Durda.
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