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Meteorit: Harter Schlag für die
junge Erde
Neue Belege für einen
gewaltigen Meteoriteneinschlag vor rund 3,5 Milliarden Jahren
präsentieren amerikanische Geowissenschaftler. Mineralkörnchen
in zwei Gesteinsschichten in Südafrika und Australien, die
Spuren von Einschlägen und verheerenden Flutwellen aufzeigen,
sind demnach exakt gleich alt.
(jkm) - In den letzten Jahren
mehren sich die Hinweise dafür, dass Erde und Mond in ihrer
Jugend einem schweren Bombardement durch Meteoriten ausgesetzt
waren. Spuren von vier dieser Einschläge finden sich im so
genannten Barberton Greenstone Belt in Südafrika und im westaustralischen
Eastern Pilbara Block.
Die Gesteine enthalten rundliche
Silikat-Körnchen, so genannte Sphärulen. Diese entstanden
vermutlich, als beim Einschlag geschmolzenes Gestein regelrecht
in die Atmosphäre gesogen wurde und dort schlagartig abkühlte.
Donald Lowe von der Stanford University
und seine Kollegen machten sich nun daran, das genaue Alter eines
dieser Einschläge zu ermitteln. Dazu untersuchten sie wenige
Zehntel Millimeter große Körnchen des Minerals Zirkon,
die sie aus dem Gestein herausgetrennt hatten.
Gehalt und Isotopenzusammensetzung
der Elemente Thorium, Uran und Blei zeigten, dass die meisten
Körnchen exakt gleich alt sind, nämlich 3.470 Millionen
Jahre. Zu diesem Zeitpunkt war die Erde gerade eine Milliarde
Jahre alt und Mikroben die einzigen Bewohner.
Lowe und seine Kollegen werten
die Resultate als Beleg für den Einschlag eines riesigen
Himmelskörpers, der nicht nur einen Schleier aus Staub und
Mineralkörnchen über die Erde ausbreitete, sondern auch
gewaltige Tsunamis erzeugte.
Nach Ansicht der Forscher hatte
der Meteorit einen Durchmesser von rund 20 Kilometer - und war
damit doppelt so groß wie jener, der für den Niedergang
der Dinosaurier verantwortlich gemacht wird. Eventuell könnten
derart große Einschläge auch Form und Bewegung der
Erdplatten beeinflusst haben, spekulieren die Forscher im Magazin
"Science".
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