|
Asien: Luftverschmutzung verändert
Klima
Im südlichen Asien wirken
sich Waldbrände und Luftverschmutzung auf den Monsunregen
aus. Von den Folgen werden hunderttausende Menschen betroffen
sein, sagt ein Bericht der Vereinten Nationen voraus.
(jkm) - In dem Bericht es Umweltprogramms
der Vereinten Nationen (UNEP) ist von einer bis zu drei Kilometer
dicken Wolke aus Asche, Aerosolen und zahlreichen Schadstoffen
die Rede, die das asiatische Klima nachhaltig verändern könnte.
Im westlichen Asien werde der Regen ausbleiben, große Schäden
in der Landwirtschaft seien die Folgen, prognostiziert der Bericht.
"Die Wolke ist das Ergebnis
von Waldbränden, dem Verbrennen landwirtschaftlicher Abfälle,
des zunehmenden Verbrauchs fossiler Brennstoffe in Verkehr, Industrie
und Energieerzeugung sowie den Abgasen, die durch den Einsatz
von Holz und Dung beim Kochen entstehen", sagte Klaus Töpfer,
Direktor der UNEP, bei der Präsentation des Berichts in London.
Rund 200 Wissenschaftler hatten
im Rahmen des "Indian Ocean Experiments" (INDOEX) Klimadaten
gesammelt. Demnach reduzieren die Schadstoffe die Sonneneinstrahlung
am Boden um 10 bis 15 Prozent. Die Wärme der Sonne bleibt
zum Teil in der Wolke hängen; die Atmosphäre erwärmt
sich, während am Boden die Temperaturen sinken.
Dies werde den Monsun und die
ihn begleitenden Regenfälle beeinflussen, warnen die Forscher.
Über dem Nordwesten Indiens, Pakistan, Afghanistan, dem Westen
Chinas und Zentralasien erwarten die Forscher künftig 20
bis 40 Prozent weniger Regen.
Die Forscher erinnern in diesem
Zusammenhang an die beiden Dürre-Jahre in Pakistan und Nordwest-Indien
in 1999 und 2000. Gleichzeitig waren Bangladesh, Nepal und der
Nordosten Indiens von starken Regenfällen und Hochwassern
betroffen.
Diese Entwicklung werde sich verstärken,
erwarten die Forscher. Ihr könne nur durch gemeinsame Anstrengungen
aller asiatischen Staaten begegnet werden, indem die Waldbrände
gestoppt und die Abgase aus Verkehr und Industrie verringert würden.
|