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Ozeane: Rückgang von Phytoplankton
beobachtet
In den letzten zwei Jahrzehnten
hat die Menge von Phytoplankton in den Weltmeeren deutlich abgenommen,
berichten zwei amerikanische Forscher. Die Gründe für
die Ausdünnung der Nahrungsgrundlage aller Meerestiere sind
jedoch unklar.
(jkm) - Watson Gregg vom Goddard
Space Flight Center der NASA in Greenbelt und Margarita Conkright
von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)
in Silver Sping, Maryland, stützen ihre Aussage auf Daten,
die Satelliten von 1979 bis 1986 und von 1997 bis 2000 gesammelt
hatten. Die Instrumente hatten den Gehalt des Photosynthesepigments
Chlorophyll im Meereswasser gemessen.
Nach Kalibrierung der Daten durch
Messungen, die mit Hilfe von Bojen und Forschungsschiffen durchgeführt
worden waren, stellten die Forscher eine deutliche Abnahme des
pflanzlichen Planktons in den nördlichen Ozeanen fest.
Im Nordatlantik sank die Menge
der winzigen Algen und Bakterien um 14 Prozent, im Nordpazifik
sogar um 30 Prozent. Zwar war im Indischen Ozean und im äquatorialen
Atlantik eine Zunahme festzustellen. Insgesamt ermittelten Gregg
und Conkright jedoch eine negative globale Bilanz.
"Damit reden wir zum ersten
Mal wirklich über das Chlorophyll im Ozean und zeigen, dass
die Biologe der Meere sich verändert - vielleicht als Ergebnis
von klimatischen Veränderungen", so Gregg.
Zwar fanden er und seine Kollegin,
dass ein Zusammenhang zwischen dem Rückgang des Phytoplanktons
und Faktoren wie erhöhten Wassertemperaturen und schwächeren
Winden besteht. Es sei jedoch nicht klar, ob diese Veränderungen
Ausdruck eines langfristigen Klimawandels oder kürzerer ozeanischer
Zyklen seien.

© Watson W. Gregg (NASA) and Margarita E. Conkright
(NOAA)
Phytoplankton
im Sommer: Die Weltkarte beruht auf Daten, die Satelliten
in den Sommermonaten von 1979 bis 1986 und von 1997 bis
2000 gesammelt hatten, und zeigt Veränderungen in
der Phytoplankton-Konzentration im offenen Meer über
die letzten 20 Jahre. Eine Abnahme des Phytoplanktons
erscheint blau, gelbe Flächen weisen keine oder wenig
Änderung auf und Zunahmen sind braun, rot oder orange
dargestellt (vgl. Farbskala). Schwarze Flächen: keine
Daten verfügbar.
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Wichtige Rolle im globalen
Stoff- und Energiekreislauf
Trotz ihrer meist winzigen Größe
spielen die Organismen des Phytoplanktons eine überragende
Rolle im globalen Stoff- und Energiekreislauf. Allein durch ihre
Photosynthese sind sie für etwa die Hälfte des Flusses
von Kohlendioxid aus der Atmosphäre in die Biosphäre
verantwortlich.
Zudem stellen sie als Primärproduzenten
die Basis sämtlicher mariner Nahrungsketten dar - ausgenommen
lediglich die Lebensgemeinschaften um heiße Tiefseequellen.
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