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- 09.08.2002 -

 

 

 

 

 

 


 

Ozeane: Rückgang von Phytoplankton beobachtet

In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Menge von Phytoplankton in den Weltmeeren deutlich abgenommen, berichten zwei amerikanische Forscher. Die Gründe für die Ausdünnung der Nahrungsgrundlage aller Meerestiere sind jedoch unklar.

(jkm) - Watson Gregg vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt und Margarita Conkright von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in Silver Sping, Maryland, stützen ihre Aussage auf Daten, die Satelliten von 1979 bis 1986 und von 1997 bis 2000 gesammelt hatten. Die Instrumente hatten den Gehalt des Photosynthesepigments Chlorophyll im Meereswasser gemessen.

Nach Kalibrierung der Daten durch Messungen, die mit Hilfe von Bojen und Forschungsschiffen durchgeführt worden waren, stellten die Forscher eine deutliche Abnahme des pflanzlichen Planktons in den nördlichen Ozeanen fest.

Im Nordatlantik sank die Menge der winzigen Algen und Bakterien um 14 Prozent, im Nordpazifik sogar um 30 Prozent. Zwar war im Indischen Ozean und im äquatorialen Atlantik eine Zunahme festzustellen. Insgesamt ermittelten Gregg und Conkright jedoch eine negative globale Bilanz.

"Damit reden wir zum ersten Mal wirklich über das Chlorophyll im Ozean und zeigen, dass die Biologe der Meere sich verändert - vielleicht als Ergebnis von klimatischen Veränderungen", so Gregg.

Zwar fanden er und seine Kollegin, dass ein Zusammenhang zwischen dem Rückgang des Phytoplanktons und Faktoren wie erhöhten Wassertemperaturen und schwächeren Winden besteht. Es sei jedoch nicht klar, ob diese Veränderungen Ausdruck eines langfristigen Klimawandels oder kürzerer ozeanischer Zyklen seien.
 


© Watson W. Gregg (NASA) and Margarita E. Conkright (NOAA)

Phytoplankton im Sommer: Die Weltkarte beruht auf Daten, die Satelliten in den Sommermonaten von 1979 bis 1986 und von 1997 bis 2000 gesammelt hatten, und zeigt Veränderungen in der Phytoplankton-Konzentration im offenen Meer über die letzten 20 Jahre. Eine Abnahme des Phytoplanktons erscheint blau, gelbe Flächen weisen keine oder wenig Änderung auf und Zunahmen sind braun, rot oder orange dargestellt (vgl. Farbskala). Schwarze Flächen: keine Daten verfügbar.

 

Wichtige Rolle im globalen Stoff- und Energiekreislauf

Trotz ihrer meist winzigen Größe spielen die Organismen des Phytoplanktons eine überragende Rolle im globalen Stoff- und Energiekreislauf. Allein durch ihre Photosynthese sind sie für etwa die Hälfte des Flusses von Kohlendioxid aus der Atmosphäre in die Biosphäre verantwortlich.

Zudem stellen sie als Primärproduzenten die Basis sämtlicher mariner Nahrungsketten dar - ausgenommen lediglich die Lebensgemeinschaften um heiße Tiefseequellen.

 

 Mehr Informationen:

NASA Goddard Space Flight Center

SeaWiFS

vista verde: Meere und Ozeane

 

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