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- 02.08.2002 -

 

 

 

 


 

Experte: Wetter schwankt immer extremer - Folge von Erderwärmung

Extreme Wetterumschwünge zum Beispiel von großer Hitze zu starken Gewittern nehmen nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) als Folge der Erderwärmung stark zu.

Hamburg (dpa) - Je heißer und feuchter die Luft sei, desto schwerer seien auch die anschließenden Gewitter, erläuterte der Meteorologe Hans-Joachim Heinemann am Freitag in einem dpa-Gespräch. Deutschland sei in diesem Jahr zum ersten Mal spürbar von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen.

«Im Juni und Juli war es in diesem Jahr etwa ein bis zwei Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt», beobachtete Heinemann. Weltweit würden zu viele fossile Stoffe verbrannt und zu viel Kohlendioxid sowie Schadstoffe in die Luft gelangen. «Das alles führt zu ansteigenden Bodentemperaturen auch bei uns.»

Die drei Sommermonate Juni, Juli und August seien aber «traditionelle Gewittermonate». Pro Jahr gebe es etwa 25 Tage mit Blitz und Donner. In diesem Jahr habe jedoch zu wenig die Sonne geschienen und es sei zu nass gewesen. «An einem Gewittertag ist dann mit bis zu 70 Litern schon 'mal fast die gesamte mittlere Monatsmenge an Regen runtergekommen», sagte der Meteorologe.

«In diesem Sommer sind wir wirklich besonders gebeutelt», meinte er. Bereits seit etwa 20 Jahren erwärme sich langsam die Erde. Das sei aber kein linearer Trend. Jetzt aber mache sich das auch in Norddeutschland richtig bemerkbar. «Wir müssen solche extremen Gewitter künftig häufiger befürchten», prophezeite der Wetter- Experte.

 Mehr Informationen:

DWD: Klimadaten

vista verde: Klima

 

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