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Experte: Wetter schwankt immer extremer
- Folge von Erderwärmung
Extreme Wetterumschwünge
zum Beispiel von großer Hitze zu starken Gewittern nehmen
nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) als Folge der
Erderwärmung stark zu.
Hamburg (dpa) - Je heißer
und feuchter die Luft sei, desto schwerer seien auch die anschließenden
Gewitter, erläuterte der Meteorologe Hans-Joachim Heinemann
am Freitag in einem dpa-Gespräch. Deutschland sei in diesem
Jahr zum ersten Mal spürbar von den Folgen der globalen Erwärmung
betroffen.
«Im Juni und Juli war es
in diesem Jahr etwa ein bis zwei Grad wärmer als im langjährigen
Durchschnitt», beobachtete Heinemann. Weltweit würden
zu viele fossile Stoffe verbrannt und zu viel Kohlendioxid sowie
Schadstoffe in die Luft gelangen. «Das alles führt
zu ansteigenden Bodentemperaturen auch bei uns.»
Die drei Sommermonate Juni, Juli
und August seien aber «traditionelle Gewittermonate».
Pro Jahr gebe es etwa 25 Tage mit Blitz und Donner. In diesem
Jahr habe jedoch zu wenig die Sonne geschienen und es sei zu nass
gewesen. «An einem Gewittertag ist dann mit bis zu 70 Litern
schon 'mal fast die gesamte mittlere Monatsmenge an Regen runtergekommen»,
sagte der Meteorologe.
«In diesem Sommer sind
wir wirklich besonders gebeutelt», meinte er. Bereits seit
etwa 20 Jahren erwärme sich langsam die Erde. Das sei aber
kein linearer Trend. Jetzt aber mache sich das auch in Norddeutschland
richtig bemerkbar. «Wir müssen solche extremen Gewitter
künftig häufiger befürchten», prophezeite
der Wetter- Experte.
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