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- 30.07.2002 -

 

 

 

 

 

 


 

Lebensmittel-Tests: Nur wenige Waren mit Schadstoffen belastet

Deutsche Lebensmittel sind weniger mit Schadstoffen belastet als die jüngsten Skandale vermuten lassen: Bei einer bundesweiten Untersuchung überschritten nur 1,6 Prozent der getesteten Proben die gesetzlich festgelegten Schadstoff- Höchstmengen.

Berlin (dpa) - Dies sagte Jürgen Müller, Spezialist für Umweltchemikalien im Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) am Dienstag in Berlin. «Diesen positiven Trend gibt es seit mehreren Jahren», ergänzte Müller.

Für das so genannte Lebensmittel-Monitoring werden seit 1995 jedes Jahr rund 20 Lebensmittel auf 180 unerwünschte Stoffe getestet, unter anderem auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, auf Schwermetalle oder Umweltschadstoffe. «Man muss sich die Auswahl der Lebensmittel wie einen Warenkorb vorstellen, dessen Inhalt wir bis zum Jahr 2002 abarbeiten», erläuterte Müller.

In der nun ausgewerteten Untersuchungsreihe aus dem Jahr 2000 bildete Säuglings- und Kleinkindernahrung einen der Schwerpunkte, getestet wurden aber auch Gurken, Chinakohl, Erdnüsse und Olivenöl. Insgesamt untersuchten Umweltchemiker in diesem Jahr für die Testreihe 4818 Proben, die sich auf 23 unterschiedliche Lebensmittel verteilen.

«In den meisten Proben gab es entweder keine Verunreinigungen oder nur ganz geringe Mengen», sagte Müller. Anlass zur Vorsicht beim Verzehr gebe es deshalb nicht - nur einige Verbraucher-Tipps: Da rund zehn Prozent der Test-Gurken mehr Pflanzenschutzmittel als erlaubt aufwiesen, rät das BgVV dazu, das Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen oder zu schälen.

Erdnüsse fielen den Testern durch ihre hohen Gehalte an Cadmium oder Aflatoxinen auf. «Das ist aber nicht weiter bedenklich», sagte Müller. «Um der Gesundheit zu schaden, müsste jemand eine Leben lang große Mengen von Erdnüssen essen».

Säuglings- und Kindernahrung waren dagegen laut BgVV weitgehend frei von unerwünschten Stoffen - einzige Ausnahme sei Obstbrei gewesen, der allerdings nur vereinzelt unbedeutende Schadstoff-Spuren aufgewiesen habe.

Beim Lebensmittel-Monitoring bleiben Schadstoffe außen vor, die seit Jahren nicht mehr zugelassen sind und illegal angewendet werden - beispielsweise Nitrofen. «Parallel zum Monitoring haben wir aber Nitrofen-Tests gemacht», sagte Müller. Rund 1300 Untersuchungen von pflanzlichen Lebensmitteln seien im Jahr 2000 aber negativ ausgefallen.

 Mehr Informationen:

BgVV-Report «Lebensmittel-Monitoring 2000» (pdf-Datei)
 

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