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- 25.07.2002 -

 

 

 

 


 

Klimaforscher: Zunehmender Monsun betrifft halbe Menschheit

Die anhaltende Zunahme des Monsuns könnte einer Studie zufolge bedrohlich Auswirkungen für die Hälfte der Menschheit haben. In Südwest-Asien ist das Klimaphänomen nach Erkenntnissen indischer und US-amerikanischer Forscher während der vergangenen vier Jahrhunderte immer stärker geworden.

Washington (dpa) - Wie David Anderson von der Universität von Colorado in Boulder und seine Kollegen im US- Fachjournal «Science» (Bd. 297, S. 596) vermuten, könnte sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen und für «die Hälfte der Menschheit schwere Überflutungen und Boden-Erosionen» bringen. Die Schlussfolgerungen beruhen auf der Untersuchung von winzigen Plankton-Fossilien in bis zu 1000 Jahre alten Sedimenten vom Boden des Arabischen Meers.

Der südwestasiatische Monsun stellt eines der wichtigsten Klimasysteme der Erde dar. Der regelmäßige Sommerregen bestimmt das Leben zahlloser Menschen in Indien, Bangladesch, China und anderen Staaten der Region. Für langfristige Veränderungen der Niederschlagsintensität über Zeiträume von Tausenden und Millionen von Jahren werden innerasiatische Gebirgsbildungen und Veränderungen der Sonnenstrahlung verantwortlich gemacht. Erstmals haben jetzt aber die Bohrkernuntersuchungen von Anderson und Kollegen Hinweise auf zeitliche Veränderungen in der Größenordnung von Jahrhunderten und sogar Jahrzehnten ergeben.

Die Fossilien-Untersuchungen haben einen engen Zusammenhang der Temperaturen auf der Nordhalbkugel mit der Intensität des Monsunregens in Südwest-Asien ergeben. Vor 400 Jahren, während der so genannten Kleinen Eiszeit, waren die Monsun-Niederschläge demnach besonders niedrig. Mit dem späteren Anstieg der Temperaturen nahmen die Regenfälle dann wieder zu, besonders stark aber im 20. Jahrhundert. Da die meisten Klimamodelle einen weiteren Temperaturanstieg in den kommenden Jahrzehnten vorhersagen, schlussfolgern die Forscher, dass auch mit stärkerem Monsunregen zu rechnen ist.

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