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Krebsforschung: Soja könnte Brustkrebs-Risiko
senken
Der Konsum von Soja und Sojaprodukten
hat einen positiven Einfluss auf das Brustgewebe und verringert
so möglicherweise das Brustkrebs-Risiko.
(jkm) - Krebsforscher hatten bereits
vermutet, dass das relativ seltene Auftreten von Brustkrebs in
China oder Japan mit dem hohen Soja-Konsum in diesen Ländern
zusammenhängt. Neue Forschungsergebnisse bestätigen
diese Vermutung nicht nur, sie lassen auch auf einen möglich
Schutzmechanismus schließen. Das berichtet eine internationale
Forschergruppe im Fachblatt "Cancer Epidemiology Biomarkers
& Prevention".
Stephen Duffy von der britischen
Forschungsorganisation "Cancer Research UK" und seine
Kollegen kombinierten die Daten von 406 Frauen aus Singapur, die
an zwei früheren Studien teilgenommen hatten. Bei der ersten
Studie wurden die Essgewohnheiten der Frauen untersucht, bei der
zweiten bestimmten die Forscher per Mammographie die Dichte des
Brustgewebes. Ein besonders dichtes Gewebe steht mit einem höheren
Brustkrebs-Risiko in Zusammenhang.
Die Kombination der Daten ergab,
dass es in der Gruppe mit dem höchsten Sojakonsum 60 Prozent
weniger Frauen mit hoher Gewebedichte gab. Das gleiche Resultat
erhielten die Wissenschaftler, wenn sie statt des Sojakonsums
die Aufnahme bestimmter Soja-Inhaltsstoffe verglichen. Diese Isoflavone
wirken ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen.
"Diese Studie zeigt erstmals,
dass die von einer Frau verzehrte Sojamenge einen Einfluss auf
ihr Brustgewebe und damit auf ihr Brustkrebs-Risiko haben könnte",
so Duffy. Die "pflanzlichen Östrogene" verringerten
anscheinend die Zahl der Menstruationszyklen, die eine Frau in
ihrem Leben durchlaufe, und damit wiederum das Krebsrisiko. Daraus
könnten sich möglicherweise neue Ansätze zur Vermeidung
von Brustkrebs ergeben.
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