vista verde SucheNewsForumAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -  W i s s e n s c h a f t   &   T e c h n i k

News - Seite 1Politik
Natur und Tiere
Wissenschaft und Technik
Wirtschaft und Energie

- 01.07.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Gesundheit: Smog hemmt Entwicklung kindlicher Lungen

Wachsen Kinder in einer Gegend mit Luftverschmutzung auf, leidet darunter die Entwicklung ihrer Lungen, berichten amerikanische Mediziner.

(jkm) - Vor allem saurer Dunst, Ruß und Ozon bremsen demnach Wachstum und Entwicklung der Kinderlungen und machen sie anfälliger für akute und chronische Krankheiten - auch noch im Erwachsenenalter, schreiben die Wissenschaftler im "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine".

Die Untersuchungen waren Teil der auf zehn Jahre ausgelegten "Children's Health Study", einer der umfangreichsten Studien zu den Auswirkungen von Smog auf Kinder. Dazu wurden in zwölf Gemeinden Südkaliforniens die Konzentrationen der wichtigsten Luftschadstoffe und im Jahresrhythmus die Lungenfunktion von dort lebenden Schülern bestimmt.

Für die aktuelle Arbeit werteten James Gauderman von der University of Southern California, Los Angeles, und seine Kollegen die Daten von 1.678 Kindern aus, die im Jahr 1996 zehn Jahre alt waren und über vier Jahre an der Studie teilnahmen.

Wie die Mediziner berichten, entwickelte sich die Lungenfunktion bei Kindern aus den am stärksten verschmutzten Gemeinden etwa elf Prozent langsamer als bei Kindern aus den Gebieten mit der geringsten Luftverschmutzung. Bei Mädchen wie Jungen und asthmatischen wie gesunden Kindern zeigten sich ähnliche Effekte.

Als bedeutendsten Missetäter machten die Forscher sauren Dunst aus, der unter anderem Salpeter-, Ameisen- und Essigsäure enthält. Die Hauptquellen sind Straßenverkehr und Industrieanlagen. Ruß aus Dieselmotoren, feine Staubpartikel mit Durchmessern von unter 2,5 Mikrometern (Tausendstel Millimetern), Stickstoffdioxid und Ozon hatten ebenfalls Einfluss auf die Entwicklung der Kinder.

Ähnliche Ergebnisse hatte die Untersuchung von rund 1.500 Schülern in den Jahren 1993 bis 1997 ergeben. "Wie auch bei der früheren Studie war der Zusammenhang zwischen dem langsameren Anstieg der Lungenfunktion und der Luftverschmutzung umso stärker, je mehr Zeit die Kinder im Freien verbrachten", so Gauderman. "Genau das sollte man erwarten, falls die Luftverschmutzung tatsächlich einen schädlichen Einfluss auf Kinderlungen hat."

Kinder mit einer verminderten Lungenfunktion könnten anfälliger für Atemwegserkrankungen sein, so der Forscher. Und auch als Erwachsene besäßen sie häufig relativ kleine, schwache Lungen und hätten mit chronischen Lungenerkrankungen zu kämpfen.

Gauderman und sein Team wollen nun den weiteren Werdegang der kleinen Studienteilnehmer verfolgen, um mehr über diese späten Folgen der Luftverschmutzung zu erfahren.


© ArtToday

Die Lungenfunktion bei Kindern aus den am stärksten verschmutzten Gemeinden entwickelte sich etwa elf Prozent langsamer als bei Kindern aus den Gebieten mit der geringsten Luftverschmutzung.

 

 Mehr Informationen:

Respiratory Effects Research

UBA: Aktuelle Immissionsdaten für Deutschland

Luftschadstoffe

DIE ZEIT: Tod vom Allerfeinsten

vista verde:
- Gesundheit
-
Luftschadstoffe

 

 Lesen Sie auch:

Studie: Alte Bleileitungen belasten das Trinkwasser

Ruß: Allergien durch Diesel-Abgase?

Ozon verringert Spermienzahl

Umweltverschmutzung: Europas Kinder schwer belastet

Herzinfarkt: Luftverschmutzung verengt Blutgefäße

Wie Passivrauchen: Feine Luftpartikel fördern Lungenkrebs

 

 

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Forum | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung