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Die Menschheit verbraucht zu viele Ressourcen
Seit Anfang der 80er Jahre
lebt die Menschheit über ihre Verhältnisse. Sie verbraucht
jetzt pro Jahr 120 Prozent dessen, was die Erde im gleichen Zeitraum
produziert.
(jkm) - Diese Zahlen hat ein internationales
Forschungsteam errechnet. Demnach nutzte die Menschheit im Jahr
1961 nur 70 Prozent der regenerierbaren Ressourcen. Bis zum Jahr
1999 wuchs der Konsum auf 120 Prozent mit steigender Tendenz.
Die Forscher um Mathis Wackernagel
von der kalifornischen Organisation "Redefining Progress"
berechneten den Ressourcen-Verbrauch der letten 40 Jahre. Sie
summierten die zur Verfügung stehende Fläche für
den Anbau von Nahrungsmitteln, für Tierhaltung und Forstwirtschaft
sowie den Fischfang.
Hinzugerechnet wurde außerdem
der Flächenverbrauch durch die menschliche Infrastruktur
sowie die Biomasse, die wir zur Absorption von Kohlendioxid aus
der Verbrennung fossiler Energieträger benötigen.
Rein rechnerisch müssten
wir zur Zeit über mindestens 1,2 Erden verfügen, um
den Verbrauch des Jahres 1999 wieder auszugleichen, schreiben
die Forscher in den "Proceedings of the National Academy
of Sciences".
Sie zeichnen allerdings kein reines
Horror-Szenario: Besser organisiert könnten wir den Verbrauch
zurückfahren und gleichzeitig unseren Lebensstandard halten.
Dieses Ziel sei zu erreichen, wenn sich die Menschen auf die Entwicklung
neuer, energiesparender Technik konzentriere und deutlich weniger
Abfall produziere.
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