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Dank Cranberry-Saft keine Blaseninfektion
Mit dem Saft der nordamerikanischen
Cranberry kann man Blaseninfektionen vorbeugen.
(jkm) - Die amerikanische Cranberry
ist eng verwandt mit der europäischen Preiselbeere und wird
in Nordamerika großflächig angebaut. Dort ist sie seit
Jahrhunderten als entzündungswidriges Mittel, vor allem bei
Nieren- und Blaseninfektionen, bekannt.
Das ihr Saft Blaseninfektionen
vorbeugen kann, haben Amy Howell von der Rutgers University und
Betsy Foxman von der University of Michigan nun experimentell
nachgewiesen.
Die beiden Forscherinnen hatten
39 verschiedene Urinproben von Patientinnen mit chronischer Blasenentzündung
analysiert. Aus den Proben isolierten sie Escherichia coli-Bakterien,
die teilweise schon gegen Antibiotika immun geworden waren.
Die Bakterien gaben sie in Urinproben
gesunder Personen, bevor und nachdem diese Cranberry-Saft getrunken
hatten. Danach wurde die Lösung über Laborkulturen menschlicher
Blasenzellen geträufelt. Wie die Forscherinnen im Fachmagazin
JAMA berichten, konnten sich die Bakterien unter Einfluss des
Saftes schlechter auf der Zellkultur ansiedeln.
Der Beerensaft besitze offenbar
Substanzen, die Bakterien schneller aus der Blase spülen
und so Infektionen vorbeugen, schlussfolgern Howell und Foxman.
In 80 Prozent der Versuche habe der Saft eine Ansiedlung der E.
coli-Bakterien verhindert.
"Die gesundheitsfördernde
Wirkung des Saftes zeigt sich bereits zwei Stunden nach dem Trinken
und hält etwa zehn Stunden an", berichtet Howell. "Dies
legt die Vermutung nahe, dass jeweils ein kleines Glas Cranberry-Saft
am Morgen und eines am Abend einen besseren Schutz vor Blasenentzündungen
bieten könnten, als nur eine größere Aufnahme
täglich."
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