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Asteroid fliegt knapp an der Erde vorbei
Am 14. Juni ist die Erde in
lediglich 120.000 Kilometern Entfernung von einem Asteroiden passiert
worden - nach astronomischen Maßstäben eine äußerst
kurze Distanz. Wäre er auf der Erde aufgeschlagen, hätte
er Zerstörungen wie eine Atombombe anrichten können.
(jkm) - Wie das Magazin "Sky
& Telescope" berichtet, wurde der Gesteinsbrocken erst
drei Tage später entdeckt. Der Grund: "2002 MN"
- so die Bezeichnung des Asteroiden - näherte sich aus einer
Himmelsregion, in der er die Sonne im Rücken hatte und zusätzlich
vom Mond verdeckt wurde.
Die Entdeckung gelang einem Team
um Matthew Blythe mit einem Teleskop des Lincoln Laboratory in
Socorro, New Mexico. Einen Tag später wurde sie zusammen
mit einer Berechnung der Umlaufbahn des Asteroiden in einem Rundschreiben
der Internationalen Astronomischen Union bekannt gegeben.
Erst im März war ein Asteroid
nahe an der Erde vorbeigezogen und erst einige Tage später
entdeckt worden. Die größte Annäherung lag damals
bei 450.000 Kilometern und damit noch außerhalb der Umlaufbahn
des Mondes.
2002 MN zog dagegen nur in einem
Drittel der Entfernung Erde-Mond vorüber, so Brian Marsden
vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge,
Massachusetts. "Das war knapp", so der Forscher.
Mit einer Größe von
schätzungsweise 100 Metern ist 2002 MN zu klein, um eine
ernsthafte Bedrohung für die Erde darzustellen. Wäre
er auf der Erde aufgeschlagen, hätte er jedoch Zerstörungen
wie eine Atombombe anrichten können.
Immerhin würde sein Einschlag
auch denjenigen des berühmten Tunguska-Meteoriten übertreffen,
der im Jahr 1908 über Sibirien niedergegangen war und Bäume
auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratkilometern wie Streichhölzer
umgeknickt hatte.
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