|
Kinder mit Haustieren fehlen seltener
in der Schule
Kinder aus Familien mit Haustieren
besitzen nicht nur ein stabileres Immunsystem, sondern fehlen
auch seltener in der Schule als Kinder aus anderen Familien.
(jkm) - Die Forscherin June McNicholas
von der University of Warwick bestimmte die Menge von Antikörpern
(Immunglobulin A) im Speichel von 138 Kindern. Gleichzeitig sammelte
sie Daten darüber, wie oft die Kinder in der Schule fehlten.
"Es bestand ein deutlicher
Zusammenhang zwischen dem Besitz von Haustieren und einer häufigeren
Anwesenheit in der Schule", so die Forscherin. Der Effekt
habe sich in allen Altersstufen gezeigt, sei jedoch bei Grundschulkindern
im Alter zwischen fünf und acht Jahren besonders ausgeprägt
gewesen. "Hier profitierten die Tierhalter von jährlich
18 zusätzlichen Halbtagen in der Schule im Vergleich mit
ihren Altersgenossen ohne Haustier."
Zudem wiesen die kleinen Haustierbesitzer
häufiger Antikörperspiegel im Normbereich auf. Laut
der Psychologin zeigt dies, dass das Immunsystem der Kinder stabiler
arbeitete und Krankheitserreger besser bekämpfen konnte.
Vermutlich sei dies auf den engen Kontakt zurückzuführen,
den Kinder mit ihren Lieblingen pflegten.
McNicholas betont jedoch, dass
dies auch Risiken mit sich bringe, beispielsweise die Infektion
mit Hundespulwürmern: "Menschen 'fangen' sich diesen
Parasiten ein, wenn sie zufällig Spulwurmeier verschlucken,
die von einem infizierten Hund ausgeschieden werden. Die Folgen
können von Bauchweh bis zu Augenschäden reichen."
Angesichts der Tatsache, dass
über ein Drittel der Kinder ihr Haustier mit ins Bett nahmen,
sollten auch Maßnahmen gegen Flöhe ergriffen werden,
so die Forscherin. "Insgesamt scheinen die Vorteile eines
Haustiers für Kinder jedoch das Risiko aufzuwiegen."
|