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Auch Bienen mögen Kaffee
Kaffeesträucher sind zur
Fortpflanzung normalerweise nicht auf Insekten angewiesen. Dennoch
können eingewanderte Bienen den Pflanzen bei der Befruchtung
helfen, hat ein Forscher entdeckt.
(jkm) - Die Kaffeepflanze ist
ein Selbstbestäuber und somit eigentlich nicht auf Insekten
angewiesen. Trotzdem sollten sich Kaffeebauern die Honigbiene
in ihre Plantagen holen, rät ein Forscher aus Panama. Er
konnte nachweisen, dass mit Hilfe der Nektarsammler der Ernteertrag
um rund 50 Prozent gesteigert werden kann.
David Roubik vom Smithsonian Tropical
Research Institute in Panama verglich heimische Kaffee-Plantagen,
die mal mehr, mal weniger häufig von den Bienen besucht wurden.
Jetzt berichtet der Forscher im Magazin "Nature", besonders
die Afrikanische Honigbiene könne die Kaffeeernte begünstigen.
Wahrscheinlich werde durch die Insekten mehr Pollen übertragen
als im Falle der Selbstbestäubung, vermutet Roubik.
Rückkehr zu Mischkulturen
Er rät Kaffeebauern, den
hilfreichen Insekten einen möglichst natürlichen Lebensraum
auf der Plantage zu bieten. Doch dieser Vorschlag ist nicht ohne
weiteres umzusetzen: Der gemischte Anbau mit anderen landwirtschaftlichen
Produkten ist längst durch großflächige Monokulturen
verdrängt worden. Ein Schädlingsbefall kann unter diesen
Bedingungen nur durch Insektizide verhindert werden, die auch
Honigbienen töten.
Die Rückkehr zu Mischkulturen
könnte nicht nur Vögeln, Insekten und anderen Tieren
einen Lebensraum bieten und Honigbienen anziehen. Roubik ist überzeugt,
das Konzept werde auch Bauern helfen, gegen die fallenden Weltmarktpreise
für Rohkaffee anzukämpfen. Kaffee aus Mischkulturen,
der unter dem Schatten umliegender Pflanzen heranwachse, sei von
besserer Qualität und erziele höhere Preise.
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