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- 12.06.2002 -

 

 

 

 

 

 


 

Kalifornien: Enten nützen dem Reisanbau

Enten und Reisbauern, bislang als Konkurrenten um überflutetes Land angesehen, können durchaus voneinander profitieren, haben amerikanische Agrarwissenschaftler herausgefunden.

(jkm) - Lässt man die abgeernteten Reisfelder im Winter überflutet, halten dort nach Nahrung suchende Enten unerwünschte Kräuter im Zaum und sorgen zudem für einen schnelleren Abbau des störenden Reisstrohs.

"Unsere Resultate zeigen, dass es Situationen gibt, in denen wildlebende Tiere und Agrarkultur nicht nur koexistieren, sondern einander gegenseitig nutzen können", erläutert Chris van Kassel von der University of California in Davis. Er sieht darin eine "willkommene Abkehr" von der bisherigen Vorstellung, Wasservögel und Reisanbau schlössen sich gegenseitig aus.

Van Kessel und seine Kollegen untersuchten 15 Reisfelder im kalifornischen Sacramento Valley, einem der Hauptanbaugebiete für Reis in den Vereinigten Staaten. Standen die Felder auch im Winter unter Wasser und waren zudem für Wassergeflügel zugänglich, wurde das Reisstroh bis zu 30 Prozent schneller abgebaut.

Gleichzeitig wuchsen in der folgenden Anbausaison bis zu 50 Prozent weniger unerwünschte Kräuter auf den Feldern. Der Reisertrag der folgenden Saison wurde durch die Vögel dagegen nicht geschmälert.

Im Gegenzug erhalten die Enten zumindest einen Teil der Feuchtgebiete zurück, die für die Agrarwirtschaft trockengelegt oder in Reisfelder umgewandelt worden sind. Besonders wichtig ist dies im Sacramento Valley, da das Tal einem großen Teil der westamerikanischen Wasservögel als Winterquartier dient.

Bis vor kurzem ließen die kalifornischen Landwirte im Herbst das Wasser von ihren Reisfeldern ablaufen und brannten dann das Reisstroh ab. Mit einem neuen Gesetz zur Luftreinhaltung wurde diese Praxis immer mehr eingeschränkt, so dass man die Felder als "Notlösung" auch im Winter überflutet ließ, um den natürlichen Strohabbau zu beschleunigen.

Van Kessel und sein Team glauben, dass diese Methode auch in anderen Reisanbaugebieten der gemäßigten Zone angewandt werden kann. Vor allem für den ökologischen Anbau sei sie geradezu prädestiniert.

Als nächstes wollen sie untersuchen, ob weitere Änderungen im Reisanbau das Verhältnis zwischen Landwirten und Wasservögeln zusätzlich verbessern können.

 Mehr Informationen:

University of California at Davis

Waterfowl & Rice Fields

 

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Everglades: Schnelle Rückkehr der Watvögel

 

 

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