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Insekten: Mit Tomaten gegen Stechmücken
Ein Wirkstoff aus der Tomate
hält Moskitos und andere Insekten fern. Die Tomaten-Substanz
soll besser wirken als die in herkömmlichen Präparaten
eingesetzte Chemikalie.
(jkm) - Die Chemikalie DEET, die
in herkömmlichen Anti-Mücken-Mitteln eingesetzt wird,
wurde im Auftrag der US-Armee im Jahr 1946 entwickelt. Sie findet
sich mittlerweile in Hunderten von Salben, Cremes und anderen
Präparaten. Jeder dritte US-Amerikaner greift auf DEET-haltige
Mittel zurück, um sich vor Insekten zu schützen.
Bei empfindlichen Menschen kann
die Substanz allerdings Schwellungen, Juckreiz und Augenbrennen
auslösen. In Versuchen an Ratten führte die Chemikalie
sogar zu Verhaltensstörungen. Der Einsatz der Tomaten-Substanz
IBI-246 sei dagegen weniger gefährlich, beteuert ihr Entdecker
Michael Roe von der North Carolina State University.
Die Idee zur Entwicklung der DEET-Alternative
sei ihm gekommen, als er einem wissenschaftlichen Vortrag zuhörte,
berichtet Roe. Der Vortrag handelte vom Einfluss eines wachstumshemmenden
Proteins auf Moskito-Larven.
Ein vergleichbares Protein hatten
Roe und sein Kollege George Kennedy Jahre zuvor in wilden Tomaten
nachgewiesen. Die Pflanze vertreibt damit Fressfeinde.
In Versuchen an Mensch und Tier
entdeckte Roe, dass die Substanz IBI-246 eine ganze Reihe Insekten
fernhalten kann. Neben Mücken sollen auch Zecken, Flöhe,
Ameisen und Küchenschaben dazu gehören.
Weil die Substanz bereits in Kosmetika
eingesetzt werde, sei ihre toxische Unbedenklichkeit bewiesen,
sagt Roe. Dies beschleunige ihre Vermarktung als Anti-Mücken-Mittel.
Die North Carolina State University
habe bereits eine Lizenz für entsprechende Produkte an die
Insect Biotechnology Inc., Durham, vergeben.
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