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- 03.06.2002 -

 

 

 


 

Klimawandel: Hilfe vom Känguru?

Mit Hilfe von Bakterien aus Känguru-Mägen wollen australische Forscher den Methan-Ausstoß von Kühen und Schafen bremsen.

(jkm) - Das bei der Verdauung von Rindern und Schafen entstehende Methan ist immerhin für rund 15 Prozent der australischen Treibhausgase verantwortlich. Eine Verringerung des Gas-Ausstoßes versprechen jetzt Magen-Bakterien des Kängurus.

Aus den Därmen der Kängurus entweicht überhaupt kein Methan - selbst dann nicht, wenn man sie mit den Gräsern aus der Viehhaltung füttert. Die klimafreundliche Verdauung verdankt das Beuteltier seinen Magenbakterien. Wissenschaftler in Queensland haben 40 Arten von Känguru-Magenbakterien isoliert und hoffen jetzt, die verantwortlichen Methan-Verhinderer ausmachen zu können.

Im zweiten Schritt sollen die Bakterien dann in Kühen und Schafen angesiedelt werden, berichtet die BBC. Die Mikroben aus dem Känguru gelten nicht nur als klimaschonend, sie könnten auch helfen, die Erträge aus Wolle, Milch und Fleisch zu steigern, spekulieren die Forscher.

Der Magen des Beuteltiere ist nach Millionen Jahren Evolution wesentlich besser an die australischen Gräser angepasst als die Mägen von Kühen und Schafen. Diese wurden erst vor rund zweihundert Jahren aus Europa auf den fünften Kontinent importiert.


© ArtToday

Bakterien aus Känguru- Mägen: Der große Sprung zur Rettung des Klimas?


 Mehr Informationen:

BBC

CSIRO

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