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Antarktis: Ozonloch ab 2040 dicht?
Bis zum Jahr 2040 könnte
sich das Ozonloch über der Antarktis geschlossen haben. Das
prognostizieren japanische Forscher nach Berechnungen mit dem
"Earth Simulator".
(jkm) - Nach den Berechnungen
mit dem weltgrößten Computer für Klimaforschungen
wird demnach das Ozonloch noch etwa 15 Jahre in seiner derzeitigen
Größe stagnieren, um dann kontinuierlich zu schrumpfen.
Diese Berechnungen stellte Tatsuya Nagashima vom National Institute
for Environmental Studies in Ibaraki jetzt in den "Geophysical
Research Letters" vor.
Die Chlor- und Brom-Werte gingen
zurück, dadurch steige der Ozon-Anteil wieder, so der Forscher.
Die positive Entwicklung kann als Erfolg des Montrealer Protokolls
angesehen werden.
In diesem Protokoll hatte sich
die internationale Staatengemeinschaft zum Schutz der Ozonschicht
verpflichtet, die Emissionen schädigender Substanzen zu reduzieren
und schlussendlich ganz zu unterbinden. Seit der Vereinbarung
von 1987 gehen die Werte an Chlor und Brom in der oberen Atmosphäre
tatsächlich zurück.
Nagashima zeigte auch, dass die
Ozonschicht weniger stark von Treibhausgasen beeinflusst wird,
als bisher vermutet. Die Klimamodelle gehen allgemein davon aus,
dass die Treibhausgase die innere Atmosphäre aufheizen, während
die äußere Hülle, die Stratosphäre abgekühlt
wird.
Dies soll die Bildung von Wolken
begünstigen, in denen sich ein komplexes, ozonschädigendes
Gemisch aus Chemikalien anreichern kann. Wie die beteiligten Substanzen
genau wirken, habe man bisher aber nur unzureichend simulieren
können, sagt Nagashima. Dadurch sei die Zerstörung der
Ozonschicht überzeichnet worden.
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