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Urzeit-Herden: Wanderten Dinos gemeinsam?
Pflanzenfressende Dinosaurier
waren bei ihren Streifzügen möglicherweise in gemischten
Herden unterwegs. Darauf deuten fossile Fußspuren in einem
Kalksteinbruch nahe Oxford hin.
(jkm) - Darüber hinaus liefern
die Spuren Hinweise, dass die Titanosaurier, die zu den größten
Exemplaren der Sauropoden zählen, bereits 12 Millionen Jahre
früher auftraten als vermutet.
Das Forscherteam um Julia Day
von der Universität Cambridge konnte rund 40 Fährten
unterschiedlicher Größe im Steinbruch Ardley Quarry
indentifizieren. An diesem Ort hatte das gleiche Team bereits
vor einem halben Jahr die Laufspuren eines Fleischfressers nachgewiesen.
Die jetzt untersuchten Spuren
der Pflanzenfresser lassen sich bis zu 180 Meter weit verfolgen.
Sie sollen von mindestens zwei verschiedenen Arten stammen und
vor 163 Millionen Jahren entstanden sein, als die Saurier über
einen urzeitlichen Küstenstreifen spazierten.
Möglicherweise wanderten
die Tiere bei Ebbe auf der Suche nach Futter von einer Landmasse
zur anderen, spekulieren die Forscher. Der damalige Küstenstreifen
lag etwa 30 Kilometer vom nächsten Ufer entfernt.
Die kleineren Abdrücke, deren
Schritte sehr dicht beieinander liegen, konnten noch keiner Saurierart
zugeordnet werden. Die großen Spuren stammen dagegen eindeutig
von Titanosauriern, schreiben die Forscher im Magazin "Science".
Dies lasse sich aus den riesigen
Abständen zwischen den einzelnen Schritten ableiten. Außerdem
hatten die Füße der Tiere nicht einmal ansatzweise
Krallen - eine Besonderheit, die nur auf Titanosaurier zutrifft.
Die bis zu zwanzig Meter langen
schwerfälligen Tiere bildeten demnach schon rund 12 Millionen
Jahre früher als vermutet eine eigene Familie innerhalb der
Sauropoden. Das bisher älteste Skelett eines Titanosauriden
stammt aus Tendaguru in Tansania und wird auf ein Alter von etwa
150 Millionen Jahren geschätzt.
Jetzt wollen Julia Day und ihre
Kollegen im Umfeld des Steinbruchs nach Knochen suchen, die ihre
These untermauern könnten.
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