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- 30.05.2002 -

 

 

 

 


 

Biolandwirtschaft: Gesünder für die Natur

In schweren Zeiten erhält die Biolandwirtschaft Unterstützung durch eine der bisher längsten landwirtschaftlichen Vergleichsstudien: Ökobauern ernten demnach mit weniger Energieaufwand mehr Früchte als ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen. Darüber hinaus fördert der Biolandbau die Fruchtbarkeit der Böden und die Artenvielfalt.

(jkm) - Über 21 Jahre lang verglichen schweizer Forscher die konventionelle Feldwirtschaft mit der organisch-biologischen und der biodynamischen. Die Wissenschaftler um Paul Mäder vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick stellen ihre Ergebnisse im Magazin "Science" vor.

Die Forscher bauten nach jeder Methode Kartoffeln, Winterweizen und Klee an. Die Ernten von Weizen und Klee aus der biologischen Landwirtschaft fielen um 20 Prozent geringer als in der konventionellen Anbauweise.

Konventionell wirtschaftende Landwirte verbrauchen für die reichere Ernete aber pro Hektar Anbaufläche 30 bis 50 Prozent mehr fossile Energie, errechneten die Forscher. Eingeflossen in diese Energiebilanz ist die Produktion von Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die sehr energieintensiv ist.

Die Ökobauern verzichten weitgehend auf Pflanzenschutzmittel und bekämpfen Unkraut vor allem mechanisch. Dafür müssen sie etwa doppelt so häufig Unkraut jäten und verbrauchen daher etwa 15 Prozent mehr Treibstoff für die Traktorfahrten. Doch letztendlich sei bei den meisten Feldfrüchten der Energieaufwand um 22 bis 34 Prozent geringer als im konventionellen Landbau, schreiben die Forscher.

Lediglich bei den Biokartoffeln sieht die Bilanz anders aus. Da der Ertrag pro Hektar nur etwa halb so hoch ausfällt, verbrauchen die Bio-Knollen für ihr Wachstum etwa 10 Prozent mehr Energie pro Kilo als konventionell produzierte Kartoffeln.

Neben der überwiegend positiven Energiebilanz konnten die Forscher im Biolandbau eine größere Artenvielfalt an Bodenlebewesen und eine höhere Fruchtbarkeit des Ackers feststellen.

"Diese Ergebnisse sollten die Bauern ermutigen, denn die Ernten im Biolandbau sind stabil über eine sehr lange Zeit und die Fruchtbarkeit des Bodens ist gestiegen", bilanziert Projektleiter Paul Mäder.

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