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Biolandwirtschaft:
Gesünder für die Natur
In schweren Zeiten erhält
die Biolandwirtschaft Unterstützung durch eine der bisher
längsten landwirtschaftlichen Vergleichsstudien: Ökobauern
ernten demnach mit weniger Energieaufwand mehr Früchte als
ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen. Darüber hinaus
fördert der Biolandbau die Fruchtbarkeit der Böden und
die Artenvielfalt.
(jkm) - Über 21 Jahre lang
verglichen schweizer Forscher die konventionelle Feldwirtschaft
mit der organisch-biologischen und der biodynamischen. Die Wissenschaftler
um Paul Mäder vom Forschungsinstitut für biologischen
Landbau in Frick stellen ihre Ergebnisse im Magazin "Science"
vor.
Die Forscher bauten nach jeder
Methode Kartoffeln, Winterweizen und Klee an. Die Ernten von Weizen
und Klee aus der biologischen Landwirtschaft fielen um 20 Prozent
geringer als in der konventionellen Anbauweise.
Konventionell wirtschaftende Landwirte
verbrauchen für die reichere Ernete aber pro Hektar Anbaufläche
30 bis 50 Prozent mehr fossile Energie, errechneten die Forscher.
Eingeflossen in diese Energiebilanz ist die Produktion von Dünge-
und Pflanzenschutzmittel, die sehr energieintensiv ist.
Die Ökobauern verzichten
weitgehend auf Pflanzenschutzmittel und bekämpfen Unkraut
vor allem mechanisch. Dafür müssen sie etwa doppelt
so häufig Unkraut jäten und verbrauchen daher etwa 15
Prozent mehr Treibstoff für die Traktorfahrten. Doch letztendlich
sei bei den meisten Feldfrüchten der Energieaufwand um 22
bis 34 Prozent geringer als im konventionellen Landbau, schreiben
die Forscher.
Lediglich bei den Biokartoffeln
sieht die Bilanz anders aus. Da der Ertrag pro Hektar nur etwa
halb so hoch ausfällt, verbrauchen die Bio-Knollen für
ihr Wachstum etwa 10 Prozent mehr Energie pro Kilo als konventionell
produzierte Kartoffeln.
Neben der überwiegend positiven
Energiebilanz konnten die Forscher im Biolandbau eine größere
Artenvielfalt an Bodenlebewesen und eine höhere Fruchtbarkeit
des Ackers feststellen.
"Diese Ergebnisse sollten
die Bauern ermutigen, denn die Ernten im Biolandbau sind stabil
über eine sehr lange Zeit und die Fruchtbarkeit des Bodens
ist gestiegen", bilanziert Projektleiter Paul Mäder.
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