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ESA: Drei neue Projekte zur Erdbeobachtung
Die Europäische Weltraumorganisation
ESA denkt über neue Missionen zur Erforschung der Erde nach.
Das Klima, die globale Niederschläge und das Erdmagnetfeld
sind die Themenfelder der geplanten, kleineren Missionen.
(jkm) - Wie die ESA jetzt bekannt
gab, sollen drei Vorschläge auf ihre Machbarkeit überprüft
werden. Dazu gehören ACE+, eine Mission zur Erforschung der
Atmosphäre und des Klimas, EGPM, der Beitrag Europas zur
Mission für globale Niederschlagsmessungen, und SWARM, eine
Konstellation kleiner Satelliten zur Untersuchung des Erdmagnetfelds.
Es handelt sich um so genannte
Gelegenheitsmissionen. Anders als die größeren Kernmissionen
unter Federführung der ESA sind die Gelegenheitsmissionen
kleiner, sehen eine stärkere Beteiligung der Industrie vor
und stehen nicht notwendigerweise unter Leitung der Weltraumorganisation.
Hauptzweck von ACE+ ist es, Veränderungen
der globalen Temperatur- und Wasserdampfverteilung in der Atmosphäre
zu messen und so Daten für die Überwachung des Klimawandels
zu liefern. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung von Wettervorhersagen.
Für die Mission würden vier Satelliten in Umlaufbahnen
zwischen 650 und 850 Kilometern Höhe eingesetzt.
Das EGPM-Vorhaben, die zweite
mögliche Mission, wäre ein Beitrag Europas zur Messung
globaler Niederschläge. Im Rahmen einer internationalen Initiative
sollen achtmal täglich globale Niederschlagsfelder erfasst
werden. Die Daten sind wichtig, weil Niederschläge die Süßwasser-Reserven
auffüllen. Dies betrifft nahezu alle Bereiche der Meteorologie
und Klimaforschung, aber auch Wirtschaft und Gesellschaft.
Der europäische Beitrag bestünde
aus einem einzigen Satelliten auf einer sonnensynchronen erdnahen
Bahn, der mit einem Mikrowellen-Radiometer für globale Beobachtungen
des Regenfalls ausgestattet ist.
Die dritte Mission SWARM soll
die bisher genaueste Vermessung des Erdmagnetfelds und seiner
zeitlichen Veränderungen ermöglichen. Dies könnte
unser Wissen über das Erdinnere und Erdklima erweitern, hofft
die ESA. Geplant ist ein Verbund aus vier Satelliten in zwei unterschiedlichen
polaren Umlaufbahnen zwischen 400 und 550 Kilometern Höhe.
Jeder Satellit soll das Magnetfeld der Erde mit hoher Genauigkeit
und Auflösung messen.
Bei der ESA waren im letzten Jahr
insgesamt 27 Vorschläge für Gelegenheitsmissionen eingereicht
worden. Nach einer Vorauswahl durch eine Gruppe unabhängiger
Wissenschaftler entschied sich der Programmrat für Erdbeobachtung
schließlich für drei Projekte.
Eine erste Auswahl von Gelegenheitsmissionen
fand bereits 1999 statt. Damals wurden Cryosat und SMOS ausgewählt.
Cryosat soll nach seinem für 2004 geplanten Start Eiskappen
und Meereis unter die Lupe nehmen, während SMOS ab 2006 die
Bodenfeuchtigkeit und den Salzgehalt der Meere messen soll.
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