vista verde SucheNewsForumAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -  W i s s e n s c h a f t   &   T e c h n i k

News - Seite 1Politik
Natur und Tiere
Wissenschaft und Technik
Wirtschaft und Energie

- 29.05.2002 -


 

Badegewässer: Qualität in Europa und Deutschland gut wie nie

Der Badespaß an europäischen Küsten und Seen ist in diesem Sommerurlaub ungetrübt wie nie. Bei der Wasserqualität erreichen deutsche Seen und Strände sogar neue Spitzenwerte.

Brüssel/Berlin (dpa) - Dies geht aus dem am Mittwoch in Brüssel vorgelegten EU- Badegewässerbericht 2001 hervor. «Die Qualität wird immer besser», sagte EU-Umweltkommissarin Margot Wallström bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse zu 13 429 Meeresstränden sowie 5783 Badestellen an Flüssen und Binnenseen in den 15 Ländern der Europäischen Union.

Pünktlich zum bevorstehenden Ferienbeginn weisen mittlerweile 97 Prozent aller Meeresstrände in der Union eine gute oder akzeptable Wasserqualität auf, in Deutschland sind es an Nord- und Ostsee sogar 99,3 Prozent. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg- Vorpommern musste nirgends ein Badeverbot verhängt werden.

Besser schnitten nach dem EU-Bericht nur noch die Küsten in Belgien und Griechenland ab. Mängel wurden in Einzelfällen etwa bei Rimini an der italienischen Adria, im Norden Mallorcas, südlich von Barcelona sowie an französischen Stränden am Ärmelkanal festgestellt.

An 93,0 Prozent aller Binnenseen und Flüssen der EU können «Wasserratten» ohne Angst vor Infektionen ins Wasser springen, wie aus dem EU-Bericht außerdem hervorgeht. In Deutschland liegt dieser Wert bei 93,6 Prozent. Nach den Angaben aus Brüssel ist dies, wie auch bei den deutschen Küsten, der beste Wert seit Beginn der Messungen vor zehn Jahren. Insgesamt wurden in Deutschland 2010 Badegebiete geprüft.

Juan Lopez-Pila, Mikrobiologe am Umweltbundesamt in Berlin und Mitglied der deutschen Badewasser-Kommission, bestätigte, dass die Wasserqualität in Deutschland in den vergangenen zehn Jahre gestiegen ist. Für vereinzelte stärkere Verunreinigungen sei in Städten der Schmutz, vor allem Hundekot, verantwortlich. Auf dem Land dagegen würden noch immer Reste von Gülle und Mist bei Regen in die Seen eingeschwemmt.

Bedenklich nannte es Wallström, dass an vielen Binnengewässern in Spanien, Belgien und Luxemburg das Baden einfach verboten wurde. Dies dürfe nicht als Taktik benutzt werden, den Umweltverpflichtungen nicht nachzukommen, kritisierte die EU-Kommissarin.

«Wir müssen den Druck gerade bei Seen und Flüssen aufrechterhalten, damit die Bürger weiter die höchsten Badestandards genießen können», sagte Wallström.

 Mehr Informationen:

Der Eu-Bericht

Elbe-Badetag

 

 Lesen Sie auch:

Bewässerung: Turbinen als Regenmacher?

Energie: Wasserstoff aus Abwässern gewinnen

 

 

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Forum | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung