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Badegewässer: Qualität in
Europa und Deutschland gut wie nie
Der Badespaß an europäischen
Küsten und Seen ist in diesem Sommerurlaub ungetrübt
wie nie. Bei der Wasserqualität erreichen deutsche Seen und
Strände sogar neue Spitzenwerte.
Brüssel/Berlin (dpa) - Dies
geht aus dem am Mittwoch in Brüssel vorgelegten EU- Badegewässerbericht
2001 hervor. «Die Qualität wird immer besser»,
sagte EU-Umweltkommissarin Margot Wallström bei der Vorstellung
der Untersuchungsergebnisse zu 13 429 Meeresstränden sowie
5783 Badestellen an Flüssen und Binnenseen in den 15 Ländern
der Europäischen Union.
Pünktlich zum bevorstehenden
Ferienbeginn weisen mittlerweile 97 Prozent aller Meeresstrände
in der Union eine gute oder akzeptable Wasserqualität auf,
in Deutschland sind es an Nord- und Ostsee sogar 99,3 Prozent.
In Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg- Vorpommern
musste nirgends ein Badeverbot verhängt werden.
Besser schnitten nach dem EU-Bericht
nur noch die Küsten in Belgien und Griechenland ab. Mängel
wurden in Einzelfällen etwa bei Rimini an der italienischen
Adria, im Norden Mallorcas, südlich von Barcelona sowie an
französischen Stränden am Ärmelkanal festgestellt.
An 93,0 Prozent aller Binnenseen
und Flüssen der EU können «Wasserratten»
ohne Angst vor Infektionen ins Wasser springen, wie aus dem EU-Bericht
außerdem hervorgeht. In Deutschland liegt dieser Wert bei
93,6 Prozent. Nach den Angaben aus Brüssel ist dies, wie
auch bei den deutschen Küsten, der beste Wert seit Beginn
der Messungen vor zehn Jahren. Insgesamt wurden in Deutschland
2010 Badegebiete geprüft.
Juan Lopez-Pila, Mikrobiologe
am Umweltbundesamt in Berlin und Mitglied der deutschen Badewasser-Kommission,
bestätigte, dass die Wasserqualität in Deutschland in
den vergangenen zehn Jahre gestiegen ist. Für vereinzelte
stärkere Verunreinigungen sei in Städten der Schmutz,
vor allem Hundekot, verantwortlich. Auf dem Land dagegen würden
noch immer Reste von Gülle und Mist bei Regen in die Seen
eingeschwemmt.
Bedenklich nannte es Wallström,
dass an vielen Binnengewässern in Spanien, Belgien und Luxemburg
das Baden einfach verboten wurde. Dies dürfe nicht als Taktik
benutzt werden, den Umweltverpflichtungen nicht nachzukommen,
kritisierte die EU-Kommissarin.
«Wir müssen den Druck
gerade bei Seen und Flüssen aufrechterhalten, damit die Bürger
weiter die höchsten Badestandards genießen können»,
sagte Wallström.
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