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Bewässerung: Turbinen als Regenmacher?
Um von der Dürre bedrohte
Regionen zu bewässern, hat ein britischer Ingenieur vorgeschlagen,
große Mengen von Meereswasser in die Luft zu sprühen.
An den Küsten betroffener Länder könnten dafür
große Turbinen installiert werden.
(jkm) - Der Ansatz von Stephen
Salter von der Universität Edinburgh greift die so genannten
Darrieus-Turbinen wieder auf. Die ehemals als Windräder geplanten
Maschinen bestehen aus einer Reihe hochkant stehender Rotoren,
die wie ein 40 Meter hoher Schneebesen oben und unten zusammenlaufen.
Zwar lässt sich mit der Technik Elektrizität erzeugen,
doch ist das Prinzip den typischen Windrädern unterlegen.
Salter hat jetzt vorgeschlagen,
die Zentrifugalkräfte der Rotoren zu nutzen, um mit ihnen
Meerwasser zu versprühen. Das Wasser soll in Leitungen innerhalb
der Rotorblätter gepumpt und über viele kleine Düsen
in die Luft geblasen werden.
Der Wind treibe dann die Tröpfchen
über das Land und lasse Wolken entstehen, glaubt Salter.
Das Konzept stellte der Ingenieur jetzt auf einer Meerestagung
auf Kreta vor, berichtet der "New Scientist".
Der Turbinen-Experte hat errechnet,
dass Wind mit einer Geschwindigkeit von acht Metern pro Sekunde
je Turbine mindestens einen halben Kubikmeter Wasser in eine Höhe
von zehn Metern blasen könnte.
100.000 Turbinen könnten
- zumindest theoretisch - innerhalb von hundert Jahren den erwarteten
Anstieg des Meeresspiegels in die Luft versprühen.
Der unkonventionelle Ingenieur
Salter machte schon in den 70er Jahren von sich reden, als er
den Bau der ersten Wellenkraftwerke anregte.
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