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Asien:
Überschwemmung in Uran-Minen
Giftige Abfälle in ehemaligen
sowjetischen Uran-Minen bedrohen die Wasserversorgung von Millionen
Menschen in Zentral-Asien.
(jkm) - Betroffen sind 23 Minen
am Fluss Mailuu-Suu im südlichen Kirgisistan. Überschwemmungen
und Erdrutsche der letzten Wochen könnten die Minen auslaufen
lassen, befürchtet die Weltgesundheitsorganisation WHO.
In den Minen lagern einem Bericht
des "New Scientist" zufolge zwei Millionen Tonnen Uran-
Abfälle. Die Sowjetunion hatte zwischen 1945 und 1968 in
Kirgisistan Uran gefördert.
Nach Angaben des WHO-Experten
Kubanychbek Monolbaev neigt die betroffene Region auch zu Erdbeben.
Die verseuchten Abfälle könnten sich dadurch in die
Fergana Ebene ergießen. In dem Grenzgebiet treffen drei
Länder aufeinander, über sechs Millionen Menschen bauen
dort Reis und Baumwolle an.
Gerhard Schmidt vom Ökoinstitut
in Darmstadt warnt, eine Überflutung könne das Trinkwasser
ungenießbar machen. Der Forscher hatte bei einer Inspektion
der Anlagen im Jahr 1998 Thorium 230, Radium 226 und Blei 210
gefunden.
Neben der radioaktiven droht auch
eine chemische Verseuchung, weil die Minen mit Arsen und vermutlich
weiteren Schwermetallen belastet sind. Schmidt hatte dafür
plädiert, die zwei gefährlichsten Lagerstätten
zu verlegen, um das Flusswasser zu schützen. Die Regierung
Kirgisistans kann das Projekt aber nicht ohne fremde Hilfe finanzieren.
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