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- 18.05.2002 -


 

Asien: Überschwemmung in Uran-Minen

Giftige Abfälle in ehemaligen sowjetischen Uran-Minen bedrohen die Wasserversorgung von Millionen Menschen in Zentral-Asien.

(jkm) - Betroffen sind 23 Minen am Fluss Mailuu-Suu im südlichen Kirgisistan. Überschwemmungen und Erdrutsche der letzten Wochen könnten die Minen auslaufen lassen, befürchtet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

In den Minen lagern einem Bericht des "New Scientist" zufolge zwei Millionen Tonnen Uran- Abfälle. Die Sowjetunion hatte zwischen 1945 und 1968 in Kirgisistan Uran gefördert.

Nach Angaben des WHO-Experten Kubanychbek Monolbaev neigt die betroffene Region auch zu Erdbeben. Die verseuchten Abfälle könnten sich dadurch in die Fergana Ebene ergießen. In dem Grenzgebiet treffen drei Länder aufeinander, über sechs Millionen Menschen bauen dort Reis und Baumwolle an.

Gerhard Schmidt vom Ökoinstitut in Darmstadt warnt, eine Überflutung könne das Trinkwasser ungenießbar machen. Der Forscher hatte bei einer Inspektion der Anlagen im Jahr 1998 Thorium 230, Radium 226 und Blei 210 gefunden.

Neben der radioaktiven droht auch eine chemische Verseuchung, weil die Minen mit Arsen und vermutlich weiteren Schwermetallen belastet sind. Schmidt hatte dafür plädiert, die zwei gefährlichsten Lagerstätten zu verlegen, um das Flusswasser zu schützen. Die Regierung Kirgisistans kann das Projekt aber nicht ohne fremde Hilfe finanzieren.

 Mehr Informationen:

New Scientist

Informationen und Karte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Ökoinstitut

WISE Uranium Project

 

 

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