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Trotz steigender Meersspiegel:
Venedig
ertrinkt nicht
Entwarnung in Venedig: Die
Lagunenstadt wird trotz Klimawandel und steigender Meersspiegel
voraussichtlich nicht überschwemmt.
(jkm) - Die geplanten aufblasbaren
Dämme, mit denen sich die Stadt bei Unwetter schützen
will, werden ihre Aufgabe erfüllen. Diese Vorhersage wagt
Miro Gacic vom Nationalen Institut für Ozeanographie und
experimentelle Geophysik in Triest.
Im Dezember 2001 hatte die italienische
Regierung ein Projekt verabschiedet, nach dem zum Schutz Venedigs
ein Damm mit 79 Toren errichtet werden soll. Die Tore sollen als
aufblasbare Kissen am Meeresboden ruhen und nur bei Flutgefahr
aufgeblasen werden.
Gacics Arbeitsgruppe errechnete
nun, dass durch die Gezeiten pro Tag bis zu 550 Millionen Kubikmeter
Wasser ausgetauscht werden. Es genüge, den Damm für
wenige Stunden zu öffnen, um den nötigen Austausch mit
Frischwasser zu gewährleisten, sagt Gacic.
Um eine künftige Flutgefahr
zu bannen, wurde der geplante Damm auf einen Meeresanstieg von
22 Zentimetern ausgelegt. Das Problem: Für das Jahr 2100
gehen die Forscher mittlerweile von einem bis zu 31 Zentimeter
höheren Wasserstand im Mittelmeer aus.
Doch der britische Wetterforscher
Trevor Davies von der University of East Anglia kann die Italiener
auch in dieser Frage beruhigen, berichtet der "New Scientist".
Demnach haben in Norditalien Fluten und Stürme in den letzten
40 Jahren viel von ihrer Kraft eingebüßt. Der Klimawandel
verschiebt die für Sturmfluten verantwortlichen Tiefdruckgebiete
so weit, dass für die Lagunenstadt kaum noch Gefahren entstehen.
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