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Schlangen: Gift gegen Arthritis?
Schlangengift könnte Arthritis-Patienten
das Leben erleichtern. Davon ist der Brite Joe de Casa überzeugt
- aus eigener Erfahrung.
(jkm) - Der 61-Jährige aus
der Northamptonshire war bei Gartenarbeiten von einer Natter gebissen
worden. In den Monaten nach diesem Zwischenfall sei er erstmals
seit fünf Jahren wieder schmerzfrei gewesen, sagte der unter
Gelenkentzündung leidende de Casa gegenüber der BBC.
"Ich sage ja nicht, dass
der Biss die Arthritis beseitigt hat, aber das Schlangengift könnte
entzündungshemmende Eigenschaften besessen haben", vermutet
de Casa. Als er Laub und Zweige in seinem Garten aufsammelte,
war er versehentlich von der aufgeschreckten Natter gebissen worden.
Schon kurz danach ließen die arthritischen Schmerzen nach,
erinnert sich der Patient.
Bei ihm treten die Schmerzen vor
allem in den Daumen auf. Nach dem Biss war damit über mehrere
Wochen Schluss. Noch zwei Monate später, als die Beschwerden
in der rechten Hand wiederkehrten, war die gebissene Linke fast
schmerzfrei.
"Wiederholt haben uns Betroffene
berichtet, dass ihre Gelenkschmerzen durch Insektenstiche oder
Berührungen mit Nesseln gelindert wurden", berichtet
ein Sprecher der Arthritis Research Campaign gegenüber der
BBC. Nachdem auch an der Universität von Plymouth die positiven
Wirkungen der Nesseln bestätigt worden seien, erforsche man
bereits die Zusammenhänge.
Auch die Erfahrungen des Hobbygärtners
de Casa könnten helfen, neue Medikamente gegen arthritische
Beschwerden zu entwickeln. Der Patient ist bereits zum Freund
der Kriechtiere geworden: "Ich würde gern mal wieder
eine Schlange einladen, mich zu beißen", so de Casa.
Ärzte raten von einer solchen Therapie übrigens ab.
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