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Energie: Wasserstoff aus Abwässern
gewinnen
Abwässer aus der Landwirtschaft
und der Papierindustrie könnten Wasserstoff für Brennstoffzellen
liefern. Die aufgearbeiteten Abwässer sollen nach den Ideen
britischer Wissenschaftler Energie für Haushalte, Fabriken
und Autos liefern.
(jkm) - Zumindest in ersten Laborversuchen
funktioniert das Prinzip: Die industriellen Abwässer werden
zur Aufbereitung in ihre einzelnen gasförmigen Bestandteile
Methan, Wasser, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und einige Wasserstoffe
zerlegt.
Die Gase werden dann in einen
Reaktor eingespeist, der auf chemischem Wege große Mengen
Wasserstoff aus Methan und Wasser lösen kann.
Dabei kommt nach Aussage der Forscher
um Ashok Bhattacharya und sein Team von der University of Warwick
ein mit Palladium beschichteter Keramikfilter zum Einsatz, der
nur für Wasserstoff-Teilchen durchlässig ist.
Als Ergebnis gewinne man Wasserstoff
mit einer Reinheit von 95 Prozent. Die Produktion sei besonders
umweltfreundlich, weil als einziges Abfallprodukt Distickstoffmonoxid
entstehe.
Am besten gewinne man den Wasserstoff
direkt dort, wo die Abwässer anfallen, schlägt Bhattacharya
vor. Der nötige Reaktor lasse sich in einem relativ kleinen
Gebäude unterbringen.
Die Forscher aus Warwick haben
jetzt rund vier Millionen Euro an europäischen Fördergeldern
erhalten, um ihre Labor-Version zu größeren Prototypen
zu entwickeln.
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