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Umeboshi: Japanische Aprikosen sind
gut fürs Herz
Gesundheitsbewusste Japaner
setzen nicht nur auf viel Fisch in ihrer Ernährung, sondern
auch auf Obst. Besonders gut für Herz und Blutgefäße
erweisen sich Frucht und Saft der Umeboshi, der japanischen Aprikose.
(jkm) - Die Frucht und aus ihr
gewonnene Extrakte werden seit Jahrhunderten als Medizin eingesetzt.
Zwei amerikanische Forscher haben jetzt zusammen mit einem japanischen
Kollegen den Wirkstoffen der Frucht detailiert nachgespürt.
Die Umeboshi (Prunus mume) wird
meist im Frühjahr noch unreif und sauer geerntet. In diesem
Zustand kann sie giftig sein, sie wird deshalb nicht roh verzehrt.
Die Früchte werden getrocknet, in Salz eingelegt und mehrere
Monate gelagert.
Als Variante lässt sich auch
aus dem Fruchtfleisch ein Extrakt, das so genannte bainiku-ekisu,
gewinnen. Auf die Wangen gerieben vertreibt es Zahnschmerzen,
auf die Stirn aufgetragen wirkt es als Kopfschmerzmittel und senkt
Fieber.
Nachgesagt wird dem Extrakt auch,
dass es der Arterienverkalkung entgegenwirkt und so Bluthochdruck
verhindert. Dieser Wirkung spürten Forscher der Vanderbilt
University in Nashville und der japanischen Wakayama Medical University
nach. Sie züchteten Zellkulturen aus den Blutgefäßen
von Ratten und setzten das Gewebe dann den pflanzlichen Extrakten
aus.
Tatsächlich ließ sich
eine Wirkung des Extraktes auf Rezeptoren nachwiesen, die an Fehlbildungen
in den Arterien beteiligt sind. Außerdem zeigte das Extrakt
stark antioxidante Wirkungen, kann also freie Radikale im Körper
ausschalten.
Zudem fanden die Forscher neben
hohen Werten an pflanzlichen Säuren auch geringe Anteile
von Mumefural. Diese bioaktive Substanz, die erst bei der Verarbeitung
der Früchte entsteht, wirkt sich offenbar positiv auf den
Blutfluss aus.
Die Wirkstoffe der Umeboshi könnten
für die Entwicklung neuer Herz-Kreislauf- Medikamente eine
wichtige Rolle spielen, erklärten die Forscher jetzt auf
der Jahrestagung der American Physiological Society in New Orleans.
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