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Luftqualität: Ozon verringert Spermienzahl
Ozon wirkt sich negativ auf
die männliche Fruchtbarkeit aus, hat eine amerikanische Medizinerin
herausgefunden.
(jkm) - Wo Abgase und Sonnenlicht
die Konzentration bodennahen Ozons in die Höhe treiben, produzieren
Männer demnach weniger Spermien, die zudem auch noch weniger
beweglich sind.
Ursprünglich hatten Rebecca
Sokol und ihr Team von der University of Southern California,
Los Angeles, nach geographischen Unterschieden in der Spermienqualität
suchen wollen.
Dazu analysierten sie zwischen
1996 und 1998 über 8.000 Spermaproben von 50 Männern
aus dem Raum Los Angeles sowie über 3.500 Spermaproben von
35 Männern aus Nordkalifornien. Wie die Forscher auf dem
Treffen der Pacific Coast Reproductive Society in Rancho Mirage,
Kalifornien, berichten, fanden sie nur geringe Unterschiede zwischen
den Regionen.
Eine Überraschung erlebten
die Mediziner jedoch, als die Daten über die Spermienzahlen
mit Messdaten über die Luftqualität verglichen. "Es
gab eine signifikante Korrelation zwischen einer Abnahme von Spermienmenge
und -beweglichkeit und einem Anstieg der Ozonkonzentration in
der Luft", erläutert Sokol, "ganz besonders in
Südkalifornien."
Auf welche Weise das Reizgas Ozon
die Spermien schädigt, ist ein Rätsel. "Eigentlich
sollte die Blut-Hoden-Schranke sie vor derlei Übel schützen",
sagt Sokol. Diese Barriere halte die Samenzellen in den feinen
Hodengängen und das Blut strikt voneinander getrennt, um
sie vor einem Angriff des Immunsystems und eventuell im Blut vorhandenen
Giften zu schützen
"Aus Laborexperimenten wissen
wir, dass Sauerstoffradikale die Spermienfunktion beeinträchtigen",
erläutert die Medizinerin. "Die Frage ist nun: Welche
durch das Einatmen von Ozon ausgelösten physiologischen Reaktionen
wirken sich auf die Spermien aus?"
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