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Asien: Die Wiege der Säugetiere
Die These, nach der sich die
ersten Säuger in Asien entwickelten, hat neue Nahrung bekommen.
(jkm) - Ein internationales Team
von Paläontologen hat chinesische Fossilien früher Säuger
datiert, die älter sein sollen als vergleichbare Funde vom
europäischen und amerikanischen Kontinent.
Bisher konnte die Forschung nicht
genau sagen, warum beim Übergang vom Paläozän zum
Eozän vor rund 55 Millionen Jahren plötzlich für
die Säuger auf allen Kontinenten eine Blütezeit begann.
Der Aufstieg dieser Tiere fiel mit einem globalen Temperaturanstieg
zusammen, der auch in der Pflanzenwelt einen Artenschub auslöste.
Dieser Schub soll vor allem Primaten
und Huftieren genützt haben, schreiben die Forscher um Gabriel
Bowen von der University of California-Santa Cruz im Magazin "Science".
Innerhalb von zwei, drei Millionen Jahren hatten sich die Huftiere
demnach auf der ganzen Welt ausgebreitet.
Dass die Wiege der modernen Huftiere
und der Primaten in Asien stand, belegen komplizierte Datierungen
der asiatischen Fossilien. Die Paläontologen untersuchten
dazu Kohlenstoffisotope und magnetische Marker, die es ermöglichten,
eine Chronologie asiatischer Säuger aufzustellen.
Dabei stellte sich unter anderem
heraus, dass auch die Hyaenodonten, inzwischen ausgestorbene Wolfs-ähnliche
Raubtiere, zuerst in Asien auftraten. Die Hyaenodonten waren im
Eozän die dominierenden Jäger und Hauptfeinde pflanzenfressender
Säuger.
Vermutlich, so die Überlegung
der Forscher, folgten die Hyaenodonten einfach den Fährten
ihrer Beute und wurden so nebenbei zum Beleg für deren Wanderschaft
nach Europa und Nordamerika.
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