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Britische Untersuchung: Bio-Gemüse
gegen Herzinfarkt
Bio-Möhren und Co können
einer britischen Untersuchung zufolge das Risiko für Herzinfarkte
oder Schlaganfälle senken.
London (dpa) - Die Bio-Früchtchen
enthielten im Durchschnitt fast sechs Mal so viel der entzündungshemmenden
Substanz Salicylsäure wie konventionell angebautes Gemüse,
wie das britische Fachmagazins «New Scientist» (Nr.
2334, S. 10) berichtet.
Der Biochemiker John Paterson
und Kollegen der University of Strathclyde untersuchten dazu elf
verschiedene Bio-Gemüse-Suppen im Vergleich zu 24 Suppen
aus normalem Gemüse. Erstere wiesen im Schnitt 177 Nanogramm
(ng) Salicylsäure pro Gramm Suppe auf, letztere im Durchschnitt
nur 20 ng/g.
Pflanzen produzieren die auch
in Aspirin wirksame Substanz Salicylsäure, um sich gegen
Stress und Krankheiten zu wappnen. Gemüse, das hingegen mit
Pestiziden behandelt wird, aktiviert diesen eigenen Schutz offenbar
nicht, folgern die Forscher.
«Ich bin wahrlich kein Evangelist
der Bionahrungsmittel-Bewegung», kommentiert Paterson die
Ergebnisse, «aber da gab es wirklich substanzielle Unterschiede.»
Salicylsäure vermindert unter anderem die Zusammenlagerung
von Blutplättchen und senkt daher das Risiko für Herzinfarkte
und Schlaganfälle.
Bislang gab es kaum wissenschaftlich
Belege dafür, dass Bio- Produkte nachweislich gesünder
seien als herkömmlich angebaute oder hergestellte. Die neue
Untersuchung fand deshalb auch bereits die Aufmerksamkeit der
britischen Verbraucherschutzbehörde.
«Wir wissen um den Nutzen
von hohen Salicylsäure-Werten und werden uns genau ansehen,
was die Untersuchung besagt», sagte eine Sprecherin.
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