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El Niño bringt Antarktis-Eis
zum Schmelzen
Der wärmende Einfluss
des Wetterphänomens El Niño reicht weiter südlich
als bisher gedacht: Sogar antarktisches Eis schmilzt, wenn die
warme Meeresströmung über den Pazifischen Ozean zieht.
(jkm) - Den Zusammenhang zwischen
El Niño und der Dicke des antarktischen Packeises konnten
NASA-Forscher am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien,
nachweisen.
Im "Journal of Climate"
schreiben Ron Kwok und seine Kollegen einerseits, das Aufkommen
antarktischen Eises habe sich innerhalb der letzten zwanzig Jahre
nicht wesentlich verändert.
Andererseits hätten aber
die wiederkehrenden El Niño-Strömungen einen deutlichen
regionalen Einfluss auf das Auftreten von Packeis gehabt.
Das Wetterphänomen El Niño
("Das Christkind") tritt alle 4-6 Jahre auf und beeinflusst
das Wetter im gesamten pazifischen Raum. Dem südamerikanischen
Kontinent beschert es warmes Wetter mit reichlich Niederschlägen.
"Unsere Studie zeigt, dass
das südliche Ozean-Klima, das Packeis und das Klima in tropischen
Breiten miteinander verknüpft sind", glaubt Ron Kwok.
Der Forscher stützt seine Aussage auf Messdaten der Jahre
1982 bis 1999.
Vor allem in der Amundsen-See,
in der Bellingshausen-See und im Weddell-Meer sollen sich demnach
El Niño-Einflüsse durch wärmere Lufttemperaturen
und wärmeres Oberflächenwasser bemerkbar gemacht haben.
Auch der Rückgang von Schelf-Eis
im Ross-Meer soll mit den pazifischen Strömungen in Verbindung
stehen. Innerhalb der letzten 17 Jahre, so die NASA-Forscher,
konnten vier große El Niños verzeichnet werden. In
ihrer Folge ging das antarktische Eis jeweils deutlich zurück.
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