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- 25.02.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Asteroideneinschlag: Auch Insekten traf es schnell und hart

Vor rund 65 Millionen Jahren schlug ein gewaltiger Asteroid in Mittelamerika ein und markierte das Ende der Kreidezeit. Doch nicht nur die Dinosaurier, auch die Insekten zu ihren Füßen hatten unter den Folgen zu leiden.

(jkm) - Dies schließen amerikanische Forscher aus Fossilien von angefressenen und angebohrten Blättern. Vor allem solche Insekten, die nur wenige Pflanzenarten befielen, überstanden den Einschlag demnach nicht.

Mangels geeigneter Insektenfossilien war bislang nur wenig darüber bekannt, wie die Insekten den Übergang von der Kreide zum Tertiär gemeistert hatten. Daher wählten Conrad Labandeira von der Smithsonian Institution in Washington, D.C., und seine Kollegen einen indirekten Weg.

Sie untersuchten Pflanzenfossilien aus dem Williston Basin im US-Bundesstaat North Dakota, die einen Zeitraum von etwa eine Million Jahren vor bis etwa eine Million Jahre nach dem katastrophalen Einschlag abdecken.

Insgesamt nahmen die Forscher über 13.000 Pflanzenreste unter die Lupe. Eventuelle Insektenspuren teilten sie nach der Art der Schäden ein, beispielsweise Blattfraß, Anstechen oder Eiablage. Basierend auf Schadensbildern, wie sie heutige Insekten verursachen, ermittelten sie zudem die Spezialisierung des jeweiligen Schädlings auf eine oder mehrere Wirte. Auf diese Weise ergaben sich 51 Schadenstypen.

Alle zwölf von Generalisten hervorgerufenen Schadensbilder tauchten auch nach dem Kreide-Tertiär-Übergang noch auf, berichten Labandeira und seine Kollegen in den "Proceedings of the National Academy of Sciences". Dagegen verschwanden mit dem Einschlag fast 38 Prozent der von mäßig spezialisierten und 70 Prozent der von hoch spezialisierten Insekten verursachten Schadenstypen.

Die Forscher glauben, dass die Insekten zunächst von den widrigen Umweltbedingungen direkt nach dem Asteroideneinschlag dahingerafft wurden. Schlimmer war vermutlich aber der Untergang von rund 80 Prozent der großen Pflanzen. Hoch spezialisierten Insekten blieb so nicht einmal die Chance, auf eine ihrem bisherigen Wirt ähnliche Art auszuweichen. Generalisten fanden dagegen weiterhin genügend Nahrung oder Plätze zur Eiablage und erholten sich recht schnell wieder.

Nach Ansicht von Labandeira zeigen die Resultate außerdem, dass es am Kreide-Tertiär- Übergang nicht etwa zu einem langsamen Wechsel gekommen sei, sondern "zu einem schnellen und katastrophalen Zusammenbruch der terrestrischen Ökosysteme".

 Mehr Informationen:

Department of Paleobiology, National Museum of Natural History, Smithsonian Institution

Chicxulub Scientific Drilling Program

Der KT-Event

 

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