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Klimaumschwung: Erster El Niño
vor 5000 Jahren
Überreste aus dem Gehörgang
von Fischen verraten Forschern, wie die Klimaentwicklung vor fünf
Jahrtausenden verlief.
(jkm) - Ein Klimawandel vor 5000
Jahren soll zu unserem heutigen Wetter- Schema und dem regelmäßig
wiederkehrenden Phänomen El Niño geführt haben.
Das glauben US-Forscher aus Fisch-Überresten schließen
zu können, die aus zwei archäologischen Grabungen in
Peru stammen. Der historische Klimaumschwung sei aus den Otolithen
der Fische ablesbar, schreiben die Forscher im Magazin "Science".
Otolithen sind Kalkkügelchen
im Gehörgang von Fischen, die neben dem Hören auch den
Gleichgewichtssinn steuern. Die von den Forschern untersuchten
Gehörsteine stammen aus Kreuzwelsen (Galeichthys peruvianus),
die einst vor der peruanischen Küste schwammen. Weil die
Welse nicht wanderten, verraten ihre bis über 6400 Jahre
alten Überreste viel über das Meeresklima dieser Zeit.
"Otolithen berichten wie
winzige Geschichtsbücher vom vergangenen Klima", erklärt
Douglas Crowe von der University of Georgia. "Die Kügelchen
werden im Laufe eines Fischlebens immer größer. Der
Anteil der Sauerstoff-Isotopen in jeder Wachstumsschicht verrät
uns die damaligen Wassertemperaturen und ihre Veränderungen
von Jahr zu Jahr."
Die Forscher folgern daraus, dass
sich erst vor rund 5000 Jahren das heutige Klima stabilisierte
- und mit ihm das Wetterphänomen El Niño, das regelmäßig
mit seinen warmen Ozeanströmungen das Klima Südamerikas
beeinflusst.
"Unsere Forschung belegt
einmal mehr, dass beim Klima der Wechsel die Norm ist, und Klimastabilität
eine Ausnahme in der Erdgeschichte darstellt", bilanziert
Fred Andrus von der University of Georgia, Hauptautor des "Science"-Berichts.
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