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Durchschlag aus Texas: Erste Klon-Katze
Amerikanische Tiermediziner
verkünden die Geburt der ersten geklonten Katze der Welt.
(jkm) - Das Kätzchen entstand
durch die Verschmelzung einer Körperzelle mit einer entkernten
Eizelle. Das Tier sei mittlerweile zwei Monate alt und kerngesund,
berichten die Forscher.
Mark Westhusin von der Texas A&M
University in College Station und seine Kollegen versuchten sich
zunächst an Fibroblasten aus der Mundschleimhaut einer männlichen
Katze. Jeweils eine dieser Bindegewebszellen verschmolzen sie
mit einer Eizelle, aus der sie zuvor die Chromosomen entfernt
hatten.
Aus 188 solchen Verschmelzungen
resultierten 82 Embryonen, die in sieben Leihmütter implantiert
wurden. Lediglich einer dieser Embryonen nistete sich in der Gebärmutter
ein, starb jedoch nach 44 Tagen.
Der zweite Versuch erfolgte mit
Cumulus-Zellen aus dem Eierstockgewebe einer weiblichen Katze.
Bei diesem Experiment übertrugen die Tiermediziner drei aus
diesen Cumulus-Zellen sowie zwei aus Fibroblasten hervorgegangene
Embryonen in eine einzige Leihmutter.
Nach 66 Tagen Tragzeit konnte
nun ein Kätzchen per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden,
berichtet die Gruppe in einem vorab veröffentlichten Artikel
von "Nature".
Das Kätzchen ähnelt
in der Musterung seiner "Mutter", einer Schildpatt-Perserkatze.
Seine Leihmutter ist dagegen dunkel getigert.
Erste DNA-Vergleiche belegten,
dass das Kätzchen tatsächlich ein Klon sei und aus einer
Cumulus-Zelle stamme, schreiben Westhusin und sein Team. Die Effizienz
der Klonmethode sei jedoch schwierig einzuschätzen. Einerseits
sei es bei dem Transfer von insgesamt 87 Embryonen zu einer Fehlgeburt
und einer Lebendgeburt gekommen
Andererseits sei das Kätzchen
nach der Übertragung von lediglich drei aus Cumulus- Zellen
erzeugten Embryonen geboren worden, rechnen die Wissenschaftler.
Ungewöhnlich ist nicht nur
die Herkunft des Kätzchens. Westhusin und seine Kollegen
tauften das Neugeborene auf den Namen "Cc:", nach der
in E-Mail-Programmen verwendeten Abkürzung für "Carbon
copy" - "Durchschlag".
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