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Dino-Sterben: Asteroiden-These nicht
haltbar?
Nach einer weit verbreiteten
Theorie wurde das Ausster- ben der Dinosaurier durch einen Asteroiden-Einschlag
ausgelöst. Doch reichte der hierbei aufgewirbelte Staub,
um tatsächlich die Atmosphäre der ganzen Erde zu verdunkeln?
(jkm) - Vor 65 Millionen Jahren
starben die Dinosaurier aus. Bis heute gibt es über die Hintergründe
kein eindeutiges Wissen, wohl aber eine Reihe von Theorien.
Am weitesten verbreitet ist die
Asteroiden-These, nach der der Einschlag eines Himmelskörpers
auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan das Sterben ausgelöst
haben soll. Der Einschlag hat ohne Zweifel stattgefunden, davon
zeugt noch heute der Krater Chicxulub.
Doch reichte der aufgewirbelte
Staub, um tatsächlich die Atmosphäre der ganzen Erde
zu verdunkeln? Dieser Vorstellung widerspricht jetzt der amerikanische
Geologe Kevin Pope.
Der Wissenschaftler von Geo Eco
Arc Research, Maryland, hat drei Millimeter starke Staubablagerungen
der vorzeitlichen Katastrophe untersucht. Im Magazin "Geology"
schreibt Pope, die Partikel seien zu fein und damit nicht geeignet,
das Sonnenlicht zu blockieren.
Die Asteroiden-Theorie geht davon
aus, der aufgewirbelte Staub habe eine lang anhaltende Finsternis
bewirkt. Pflanzen wären demnach nicht mehr zur Fotosynthese
fähig gewesen, die irdischen Ökosysteme wären in
der Folge komplett kollabiert.
Ein mittelgroßer Asteroid
von ein bis zwei Kilometern Größe sei kaum in der Lage,
eine solch globale Katastrophe auszulösen, meint dagegen
der Geologe: "Bisherige Berechnungen stützen sich auf
Vergleiche mit Atombomben-Explosionen.
Eine Atombombe besitzt aber 100
Millionen mal weniger Energie als der Chicxulub-Einschlag."
Weil die Größenordnungen für einen Vergleich zu
weit auseinander lägen, seien die Rückschlüsse
wenig wahrscheinlich, meint Pope.
Der Geologe hat den Einschlag
und die Staubbildung neu berechnet. Demnach ist zwar der Asteroid
Auslöser der Katastrophe gewesen. In seiner Folge müssen
dann große Flächenbrände entstanden sein.
Erst deren Ruß-Partikel
waren groß genug, weite Teile der Atmosphäre zu verfinstern
- und damit jene Dunkelheit zu verursachen, für die ein Asteroid
allein nicht verantwortlich gemacht werden kann.
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