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- 25.01.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Dino-Sterben: Asteroiden-These nicht haltbar?

Nach einer weit verbreiteten Theorie wurde das Ausster- ben der Dinosaurier durch einen Asteroiden-Einschlag ausgelöst. Doch reichte der hierbei aufgewirbelte Staub, um tatsächlich die Atmosphäre der ganzen Erde zu verdunkeln?

(jkm) - Vor 65 Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus. Bis heute gibt es über die Hintergründe kein eindeutiges Wissen, wohl aber eine Reihe von Theorien.

Am weitesten verbreitet ist die Asteroiden-These, nach der der Einschlag eines Himmelskörpers auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan das Sterben ausgelöst haben soll. Der Einschlag hat ohne Zweifel stattgefunden, davon zeugt noch heute der Krater Chicxulub.

Doch reichte der aufgewirbelte Staub, um tatsächlich die Atmosphäre der ganzen Erde zu verdunkeln? Dieser Vorstellung widerspricht jetzt der amerikanische Geologe Kevin Pope.

Der Wissenschaftler von Geo Eco Arc Research, Maryland, hat drei Millimeter starke Staubablagerungen der vorzeitlichen Katastrophe untersucht. Im Magazin "Geology" schreibt Pope, die Partikel seien zu fein und damit nicht geeignet, das Sonnenlicht zu blockieren.

Die Asteroiden-Theorie geht davon aus, der aufgewirbelte Staub habe eine lang anhaltende Finsternis bewirkt. Pflanzen wären demnach nicht mehr zur Fotosynthese fähig gewesen, die irdischen Ökosysteme wären in der Folge komplett kollabiert.

Ein mittelgroßer Asteroid von ein bis zwei Kilometern Größe sei kaum in der Lage, eine solch globale Katastrophe auszulösen, meint dagegen der Geologe: "Bisherige Berechnungen stützen sich auf Vergleiche mit Atombomben-Explosionen.

Eine Atombombe besitzt aber 100 Millionen mal weniger Energie als der Chicxulub-Einschlag." Weil die Größenordnungen für einen Vergleich zu weit auseinander lägen, seien die Rückschlüsse wenig wahrscheinlich, meint Pope.

Der Geologe hat den Einschlag und die Staubbildung neu berechnet. Demnach ist zwar der Asteroid Auslöser der Katastrophe gewesen. In seiner Folge müssen dann große Flächenbrände entstanden sein.

Erst deren Ruß-Partikel waren groß genug, weite Teile der Atmosphäre zu verfinstern - und damit jene Dunkelheit zu verursachen, für die ein Asteroid allein nicht verantwortlich gemacht werden kann.


© ArtToday

Gegen die Folgen eines Asteroiden-Einschlags reichte auch die Panzerung des Triceratops nicht aus.

 

 Mehr Informationen:

Geological Society of America

g-o.de: Dinosaurier - Giganten der Urzeit

 

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