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NASA: "Tiger" schafft zweite
Antarktis- Umrundung
Mit seiner zweiten Antarktis-Umrundung
hat ein Ballon der amerikanischen Raumfahrtagentur NASA einen
neuen Flugrekord aufgestellt. Nach einer Reise von fast 32 Tagen
und rund 14.000 Kilometern war der Fußballfeld-große
Ballon am Montag wieder gelandet.
(jkm) - "Wir sind hocherfreut
über die Flugdauer", sagt Steve Smith, Chef des Ballon-Programms
der NASA. "Wir haben zwar Langzeit- Ballons, die regelmäßig
bis zu zwei Wochen in der Luft bleiben, aber ein Flug von über
31 Tagen Länge ist etwas ganz besonderes."
Die Hülle des mit Helium
gefüllten Ballons besteht aus Polye- thylenfolie, die nicht
dicker als Butterbrotpapier ist. In der Flughöhe von durchschnittlich
38 Kilometern hatte sie sich aufgrund des extrem niedrigen Drucks
auf einen Durchmesser von 130 Metern und eine Höhe von 170
Metern ausgedehnt.
Als wissenschaftliche Fracht fungierte
der Trans-Iron Galactic Element Recorder, kurz "Tiger".
Während das Experiment zweimal in Ost-West-Richtung um den
Südpol getragen wurde, konnte es große Datenmengen
über die kosmische Strahlung sammeln.
Dabei handelt es sich um einen
steten Schauer hochenergeti- scher Partikel aus den Tiefen des
Kosmos. "Tiger" interessierte sich dabei besonders für
Atomkerne der Elemente Eisen bis Zirkonium.
Der Rekordflug endete, wo er auch
begonnen hatte, nahe der Antarktisstation McMurdo. Auf ein Funksignal
hin löste sich "Tiger" von dem Ballon und schwebte
an einem Fallschirm zu Boden. Gleichzeitig ließ die Ballonhülle
Gas ab und leitete so den Abstieg ein.
"Tiger ist deshalb so wichtig,
weil dies das erste Experiment ist, das ausreichend Daten mit
einer adäquaten Auflösung sammeln kann", erläutert
Projektleiter Robert Binns von der Washington University, St.
Louis. "Dies erlaubt uns Aussagen darüber, ob die Quellen
der kosmischen Strahlung heiß oder kalt, gasförmig
oder fest ist."
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