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Fledermäuse: Rückkehr der Tollwut?
Regionen, die als Tollwut-frei
gelten, sind nicht völlig sicher vor der Infektionskrankheit.
Als potenzielle Überträgerin des Tollwut-Virus gilt
die Fledermaus.
(jkm) - Britische Forscher verweisen
auf eng verwandte Fledermaus-Viren, die leicht auf Tiere oder
Menschen übertragen werden könnten. Tony Fooks, Leiter
der Tollwut-Forschungs- gruppe an der Veterinary Laboratories
Agency in Weybridge, Surrey, mahnt seine Regierung deshalb zur
Wachsamkeit.
Noch gilt Großbritannien
als Tollwut-frei und versucht mit strengen Quarantäne-Bestimmungen,
diesen Status zu sichern. Fledermäuse lassen sich bei der
"Einreise" aber nicht in den Quarantäne-Stationen
nieder.
Zwei Viren, die Europäischen
Fledermaus-Lyssaviren 1 und 2, bereiten den Forschern Sorgen.
Zwar wurden in den letzten 25 Jahren nur drei Fälle bekannt,
in denen Menschen nach Fledermaus-Bissen gestorben sind.
Bei Tieren treten derartige Vorfälle
aber häufiger auf, warnten die Forscher jetzt auf einer Fachtagung
in London. In den 90er Jahren habe es auch in Großbritannien
vereinzelte Fälle gege- ben, in denen Menschen nach Fledermaus-Bissen
mit dem Lyssavirus 2 infiziert wurden.
"Europäische Fledermaus-Lyssaviren
unterscheiden sich genetisch vom klassischen Tollwut-Virus, deshalb
sind selbst gegen Tollwut geimpfte Tiere nicht geschützt",
gibt Noel Tordo vom Pasteur Institute in Paris im "New Scientist"
zu bedenken. Dies könne etwa die europaweite Kampagne unterlaufen,
in der sehr erfolgreich Füchse gegen Tollwut geimpft worden
seien.
Die Forscher mahnen vor allem
Ärzte, trotz der geringen Gefahr wachsam zu bleiben. Wer
von einer Fledermaus gebissen werde, solle dies unbedingt seinem
Arzt melden. Wird die Infektion beim Menschen rechtzeitig erkannt,
muss sie nicht tödlich enden.
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