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Bakterien: Wasserstoff statt Sonnenlicht
Amerikanische Geologen sind
auf eine außergewöhnliche, bisher unbekannte Bakterienart
gestoßen. Die so genann- ten Archaebakterien leben in großer
Zahl in 200 Metern Tiefe unter heißen Quellen im Bundestaat
Idaho.
(jkm) - Die Einzeller erzeugen
ihre Energie mit Hilfe von Wasserstoff aus umliegendem Gestein.
Auf Sonnenlicht können sie verzichten. Als Abfallprodukt
ihres Stoffwechsels entstehen große Mengen Methan.
Die Lebensbedingungen der Archaebakterien
erinnern die Forscher an die Verhältnisse auf dem Mars und
auf dem Jupitermond Europa. Deshalb spekuliert das Team um Francis
Chapelle vom US Geological Survey, South Carolina, ähnliche
Lebensformen könnten in den tiefen Schichten fremder Planeten
anzutreffen sein.
Weil auf Himmelskörpern wie
Mars und Europa kein Oberflächen- wasser existiert, könnte
sich Leben nur tief in ihrem Innern entwickeln, schreiben die
Forscher im Magazin "Nature". Organismen nach dem Muster
der Archaebakterien scheinen dafür am ehesten gerüstet.
Auf der Erde sind zahlreiche extreme
Lebensräume für Archäen bekannt: Seit Anfang der
70er Jahre weiß man, dass sich die Einzeller in heißen
wie in sauren Quellen wohl fühlen.
Meeresbiologen haben zudem entdeckt,
dass zwei Archäen-Gruppen in tiefen, lichtarmen Wasserschichten
der Weltmeere einen großen Anteil des so genannten Pikoplanktons
stellen.
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