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Satellit: Hurrikane früher
erspähen
Die Vorwarnzeit für tropische
Wirbelstürme kann erheblich verlängert werden, sind
amerikanische Wissenschaftler überzeugt. Sie kombinieren
Satellitendaten über Wind- geschwindigkeiten und atmosphärische
Wirbel, um potenzielle Hurrikane 40 Stunden früher aufzuspüren.
(jkm) - "Ein schnelleres
Erkennen potenzieller tropischer Zyklone würde Bevölkerung
und Schifffahrt mehr Zeit geben, sich auf die Bedrohung vorzubereiten",
so Ryan Sharp von der Florida State University in Tallahassee.
"Eine verbesserte Erkennung würde auch den Meteorologen
mehr Zeit verschaffen, Erkundungs- missionen in die Stürme
zu planen."
Sharp und seine Kollegen nutzen
für ihre neue Methode ein Instrument an Bord des NASA-Satelliten
QuikScat. Mit Hilfe von Mikrowellen misst dieses so genannte Scatterometer
Wind- richtung und -geschwindigkeit nahe der Meeresoberfläche.
Die Auswertung dieser Daten erlaubt die frühzeitig Erkennung
verdächtiger Luftwirbel, die sich einmal zu einem Hurrikan
entwickeln könnten.
Ihre Tauglichkeit stellte die
Methode während der letztjährigen Hurrikan-Saison unter
Beweis, berichteten die Forscher jetzt auf dem Treffen der American
Meteorological Society in Orlando.
Acht von 17 potenziellen Zyklonen
über dem Atlantik seien dabei durchschnittlich 43 Stunden
früher als mit der herkömmlichen Technik entdeckt worden.
In rund einem Drittel der Fälle habe es sich zwar um Fehlalarme
gehandelt. Durch Satellitenaufnah- men der Wolkendecke ließen
sich solche Fehler jedoch aus- schließen.
Vor allem im Bereich des östlichen
Pazifiks, wo es relativ wenige Wetterstationen und Beobachtungsflugzeuge
gebe, könne die neue Methode von großem Nutzen sein.
Wenn sich ein Hurrikan nahe der Küste bilde, könnten
40 Stunden Vorsprung über Leben und Tod entscheiden.
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