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- 09.01.2002 -

 

 

 

 

 


 

Meeresumwelt: Stickstoff gegen Einwanderer

In den Ballasttanks von Schiffen reist nicht nur Wasser um die Welt. Auch zahlreiche Meereslebewesen gelangen so in Gewässer, in denen sie viel Schaden anrichten können. Amerikanische Forscher haben deshalb vorgeschlagen, regelmäßig Stickstoff in die Wassertanks zu pumpen und den unerwünschten Passagieren so den Sauerstoff zu entziehen.

(jkm) - Wenn ortsfremde Wassertierchen eingeschleppt werden, besteht die Gefahr, dass sie auf heimische Arten stoßen, die sich den Eindringlingen nicht erwehren können. Biologen schätzen, in den nächsten hundert Jahren könnten bis zu 70 Prozent aller Meereslebewesen durch aggressive Neuzugänge ausgerottet werden.

Verschiedene Lösungsansätze versuchten das Problem mit Wasserfiltern, Erhitzen oder dem Einsatz von Bioziden in den Griff zu bekommen. Diese Methoden sind aber zum Teil für die Schiffsbesatzung gefährlicher als für die Organismen in den Tanks. Das Einblasen von Stickstoff ins Wasser gilt als vergleichsweise ungefährlich.

Der Stickstoff entfernt den Sauerstoff, den Wasserlebewesen geht im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus. Stickstoff ist zwar vergleichsweise teuer, hat aber einen praktischen Nebeneffekt, berichtet Mario Tamburri vom Monterey Bay Aquarium Research Institute im Magazin "Biological Conservation": Der Stickstoff verzögert die Korrosion des Rumpfes, dadurch lassen sich bis zu 100.000 US-Dollar jährlich für sonst fällige Schutzanstriche sparen.


© ArtToday

 

 

Mehr Informationen:

Monterey Bay Aquarium Research Institute

vista verde: Neozoen (Gebietsfremde Arten)

 

 

 

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